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Sozialministerin Monika Bachmann hat Wolfgang Gütlein heute (24. November) nach 30 Jahren als Landesbehindertenbeauftragten in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. „Er ist ein geschätzter Kollege und Mitarbeiter gewesen, der durch seine Leidenschaft und sein Durchhaltevermögen die Inklusion und Integration von Menschen mit Behinderung entscheidend vorangebracht hat. Dafür danke ich ihm“, sagte Monika Bachmann.

Im Jahr 1987 wurde Gütlein als erster „Betroffener“ Landesbehindertenbeauftragter der Bundesrepublik Deutschland. Er war der erste, der selbst eine Behinderung hat. Seitdem agierte er als Bindeglied zwischen Ministerien, Behörden, Vereinen, Selbsthilfegruppen und Betroffenen. Zudem hat er die Durchführung von über 100 Veranstaltungen und Projekten übernommen, die sich mit aktuellen Themen, wie dem Weg von der Integration zur Inklusion, oder dem barrierefreien Bauen und Wohnen befassten.
2003, unter Ministerpräsident Peter Müller, wurde das Saarländische Behindertengleichstellungsgesetz (SBGG) verabschiedet, wodurch auch ein Landesbehindertenbeirat fest installiert wurde. Dabei steht die Beratung der Landesregierung und des Landtags in Grundsatzangelegenheiten von Menschen mit Behinderungen und ein Mitwirken in der Gesetzgebung und die Mitarbeit in regionalen und überregionalen Gremien im Mittelpunkt.
Eine besondere Errungenschaft in seiner Laufbahn war die internationale Anerkennung für die Initiative CarSharing mit Autos, ausgestattet für Rollstuhlnutzer, und die Broschüre „Barrierefreier Tourismus Saarland/Luxemburg“ durch den Europarat (2013), für die er mit der 1. Internationalen Trophäe zur Barrierefreiheit ausgezeichnet wurde. In Folge dessen wurde er zum feierlichen Empfang in Anwesenheit der französischen Sozialministerin in Paris eingeladen.
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