Dass die langjährige Forderung der LINKEN nach einem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Kinder im Grundschulalter umgesetzt werden soll, ist grundsätzlich erfreulich, denn nur mit einem Rechtsanspruch wird es den nötigen Ausbau einer echten Ganztagsbetreuung geben. Allerdings muss die Finanzierung vorher geklärt sein und der Grundsatz ‚wer bestellt, bezahlt‘ gelten.
Zusätzliche zwölf Millionen Euro für Computer und Internet an den saarländischen Schulen sind ebenfalls ein Fortschritt. Allerdings muss auch geklärt werden, wer für die Einrichtung, Betreuung und Wartung der neuen Technik an den Schulen zuständig sein wird. Es darf nicht sein, dass Lehrer dies nebenbei, in ihrer Freizeit, auch noch erledigen sollen. Außerdem muss ausgeschlossen werden, dass Internetfirmen und andere Konzerne Einfluss auf die Lerninhalte nehmen. Lobbycontrol warnt zu Recht:
‚Wenn Internetfirmen Schulen mit Computern und ihrer Software ausstatten dürfen, um Lehrpläne zu umgehen, sollen dann in Zukunft auch Fastfoodketten Lebensmittel für den Ernährungsunterricht beisteuern oder Bankenverbände Gratismaterialien für das Fach Wirtschaft liefern, um damit eine Themensetzung innerhalb des Unterrichts zu erreichen, die der Lehrplan nicht vorsieht?‘ CDU und SPD hätten also mehr zu tun, als sich selbst ausgiebig auf die Schulter zu klopfen.“
Link zur Antwort der Landesregierung auf die Anfrage von Barbara Spaniol und Dennis Lander:
https://www.landtag-saar.de/Drucksache/Aw16_0201.pdf

















