„Es ist nicht weiter hinnehmbar, wenn in einem reichen Land Alleinerziehende, größere Familien, Hartz IV-Bezieher und Geringverdiener immer mehr vom Wohlstand abgekoppelt werden“, so Thomas Otto. Die Arbeitskammer fordert die saarländische Landesregierung auf, endlich einen wirksamen Aktionsplan zur Armutsbekämpfung zu verabschieden. Im Fokus müssen insbesondere die Bekämpfung der Kinderarmut, bessere Bildungschancen, bezahlbarer Wohnraum, der Ausbau eines öffentlich geförderten Arbeitsmarktes und die Verbesserung der Mobilität sowie der sozialen Infrastruktur für arme Menschen stehen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen ist mit einem kontinuierlichen Monitoring zu prüfen.

Haushalte gelten als arm oder armutsgefährdet, wenn deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens in Deutschland beträgt. Dieser Schwellenwert lag 2017 für eine allein lebende Person bei 999 Euro, für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2.099 Euro. Staatliche Sozialleistungen sind in den Einkommen enthalten, Steuern und Sozialabgaben sind abgezogen.

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