Die Bündnis-Organisationen bedauern auch, dass immer noch eine von der Politik eingeleitete breite öffentliche Debatte über Inklusion als Leitidee der Teilhabe an Bildung fehlt. Deshalb soll die Landesregierung verpflichtet werden, mit einem beteiligungsorientierten und alle zwei Jahre zu erstattenden Berichts an Landtag und Öffentlichkeit über den Stand der schulischen Inklusion im Saarland transparent Rechenschaft abzulegen.

Mit der Ratifizierung der UN-BRK am 26. März 2009 wurde ein völkerrechtlich verbindlicher Perspektivenwechsel in Deutschland eingeleitet: Im Sinne der UN-BRK werden Menschen mit Behinderungen nicht mehr als Objekte der Fürsorge betrachtet, sondern als Menschen mit gleichen Rechten auf wirksame Teilhabe in allen Lebensbereichen (Bildung, Wohnen, Arbeit, Mobilität u.a.). Inklusion ist demnach ein Menschenrecht, zu dessen Sicherstellung zügig entsprechende Vorkehrungen in allen Handlungsbereichen zu treffen sind.

Das „Bündnis für inklusive Bildung“ hat sich im Herbst 2016 zur Vorbereitung und Durchführung der Jubiläumsfeier und des Forums „Mut zur inklusiven Schule – 30 Jahre Integration als Erfahrungsschatz im Saarland“ gegründet und setzt sich seitdem für die Verbesserung entsprechender Rahmenbedingungen im Bildungswesen ein. Für alle Kinder müssten Bedingungen in den Regelschulen hergestellt werden, die ihre Entwicklung fördern. Zu den Bündnispartnern gehören u.a. der Verein Miteinander Leben Lernen (MLL), die Arbeitskammer des Saarlandes (AK), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Saarland (GEW), die Landeselterninitiative für Bildung e.V., die Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule (GGG) und die Gesamtlandeselternvertretung (GLEV). Die Organisationen verstehen sich als zivilgesellschaftliche Bewegung für Bildungsgerechtigkeit.

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