Bernd Kissel (l.), Thomas Steinmetz (M.) und Sebastian Thul (r.) vor der neuen „Kaat vom Waldgebiiet“ im Wadgasser Zeitungsmuseum Foto: MUKMAV / Tatjana Hesidens
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Der Saarkohlenwald hat seine eigene Landkarte bekommen – und die ist alles andere als ein nüchterner Wegweiser. Anlässlich der Auszeichnung des Gebiets zum Waldgebiet des Jahres 2026 hat der Beruser Comic-Künstler Bernd Kissel die „Kaat vom Waldgebiiet“ geschaffen, die jetzt Teil der aktuellen Ausstellung im Wadgasser Zeitungsmuseum ist. Gemeinsam mit Staatssekretär Sebastian Thul wurde die Karte offiziell in die Schau integriert.

Entstanden ist das Werk in Zusammenarbeit mit dem SaarForst Landesbetrieb. Es zeigt, was sich unterhalb der Baumkronen des Gebiets nördlich von Saarbrücken alles verbirgt. Die neue Karte reiht sich ein neben die bereits bekannte „Kaat von Dahämm“, die im Auftrag des Umweltministeriums entstand und alle saarländischen Ortsteile in ihrer regionaltypischen Aussprache samt lokalen Sagen und Sehenswürdigkeiten abbildet.

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Für Thul verbindet sich damit ein doppeltes Anliegen. „Mit der ‚Kaat vom Waldgebiiet‘ wird neben der Sprache als identitätsstiftendes Merkmal nun auch dem Wald, den die Menschen im Saarland so sehr schätzen, ein Denkmal gesetzt“, sagt der Staatssekretär. Sprache und Landschaft rücken so in der Ausstellung dicht nebeneinander.

Was den Saarkohlenwald so besonders macht, bringt Thomas Steinmetz, Direktor des SaarForst Landesbetriebes, auf den Punkt. „Der Saarkohlenwald ist besonders, weil es den oberirdischen und den unterirdischen Wald an ein und demselben Ort gibt“, erklärt er. Das Gebiet sei zugleich geschätzter Erholungsort, Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten und Arbeitsplatz für Forstleute und Lohnunternehmer. Die Karte, so Steinmetz, ermögliche den Blick aus der Vogelperspektive auf dieses vielschichtige Areal.

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Für den Künstler selbst wurde die Arbeit an der Karte zur Entdeckungsreise. „Im Saarkohlenwald findet man etliche spannende, zum Teil noch vorhandene und zum Teil mittlerweile fast verschwundene Zeugnisse einer vor tausenden von Jahren begonnenen Besiedlung“, berichtet Bernd Kissel. Ob keltische, römische oder wirtschaftliche Spuren – erst durch die intensive Beschäftigung sei ihm bewusst geworden, wie viel es in diesem Gebiet noch zu finden gebe.

Tatsächlich reicht die Geschichte des Waldes weit zurück und ragt bis in die Gegenwart. Auf ehemaligen Meilerplätzen wurde vor Jahrzehnten in traditionellen Köhlermeilern Holzkohle hergestellt. Und die beiden früheren Bergarbeiterschlafhäuser in Von der Heydt dienen heute als zentraler Verwaltungsstandort des SaarForst Landesbetriebs – ein Ort, an dem sich Vergangenheit und heutige Nutzung sichtbar überlagern.

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Beide Karten sind noch bis zum 3. Januar 2027 in der Ausstellung „BilderWelten – Welten Bilder“ im Wadgasser Zeitungsmuseum zu sehen. Wer sich für die Auszeichnung des Saarkohlenwaldes oder die Hintergründe der Karten interessiert, findet weiterführende Informationen auf den Seiten des Museums und des Umweltministeriums.

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