„Robotern die kognitiven Fähigkeiten zu geben, Informationen aus ihrer Umgebung zu verarbeiten, die richtigen Schlüsse aus ihnen zu ziehen und nötige Aktionen auszuführen, ist eine unserer Kernkompetenzen am Fraunhofer IWU. Deswegen bestand unser Teil der Kooperation vor allem aus der Konzeption und Ausgestaltung der Steuerungssoftware für die Automatisierung und der Auswertung der Bildinformationen“, ergänzt Dr. Hellmich. „Dabei wurde ein fähigkeitsbasiertes Steuerungskonzept umgesetzt, durch welches Programmabläufe flexibel zusammengestellt werden können. Zudem wurden die Analysealgorithmen für die optischen Systeme so entwickelt, dass sie unter verschiedenen Beleuchtungsbedingungen funktionieren.“
Mit der Eröffnung des Fraunhofer-Zentrums für Kognitive Produktionssysteme (CPS) am Standort Dresden im Jahr 2019 baut das Fraunhofer IWU diese Kernkompetenz in den nächsten Jahren intensiv aus: Das CPS wird Stück für Stück zu einem der Zentren der KI-Forschung in Deutschland ausgebaut. Ziel ist die Verbindung traditioneller und innovativer Fertigungsverfahren mit ihren jeweiligen digitalen Gegenstücken. Dafür ist der Bau eines Maschinenparks vorgesehen, in dem alle Maschinen digitale Abbilder besitzen werden. Mit deren Hilfe lassen sich u.a. Produktionsprozesse zunächst virtuell einfahren, um in der realen Welt sofort fehlerfrei zu funktionieren. Mehr Informationen zum CPS finden Sie hier: https://s.fhg.de/G7c
Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU gehört weltweit zu den bedeutendsten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Produktionstechnik. Mit rund 700 hochqualifizierten Mitarbeitenden an den Standorten Chemnitz, Dresden, Leipzig, Wolfsburg und Zittau entstehen gemeinsam mit PartnerInnen aus Industrie und Wissenschaft wettbewerbsfähige Fertigungswege in Zukunftsbranchen wie Automobil- und Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie in der Elektrotechnik und der Feinwerk- und Mikrotechnik. Als Leitinstitut für ressourceneffiziente Produktion und intelligente Produktionsanlagen für die Fabrik von morgen ist das Fraunhofer IWU mit ganzheitlichen, digitalen Lösungen der Motor für Neuerungen im Produktionsmanagement.
Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft. Die 1949 gegründete Organisation betreibt in Deutschland derzeit 74 Institute und Forschungseinrichtungen. Rund 28 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten das jährliche Forschungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro. Davon fallen 2,3 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung.





