Foto: MBK / Henrich
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In Hasborn-Dautweiler geht es schnell: Wo im April dieses Jahres erst der Spatenstich gesetzt wurde, ragt inzwischen der Rohbau in die Höhe. Mit dem Richtfest hat der neue Kindercampus nun einen entscheidenden Punkt seiner Entstehung erreicht. Unter einem gemeinsamen Dach sollen dort künftig eine Kindertagesstätte und die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) zusammenkommen.

Genau dieses Bautempo hebt Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot als Kern des Projekts hervor. „Erst im April haben wir hier gemeinsam den Spatenstich gefeiert – und nur wenige Monate später können wir bereits Richtfest feiern“, sagte sie. Für sie steht der Bau sinnbildlich für den sogenannten Kita-Turbo, mit dem das Land neue Betreuungsplätze deutlich schneller schaffen will. Hier entstehe ein Ort, der Kinder von der Kita bis in die Schulzeit begleite und ihnen Raum zum Lernen, Spielen und Entdecken gebe.

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Die Investition zielt nach ihren Worten nicht allein auf moderne Räume, sondern auf gute Bildung von Beginn an, verlässliche Betreuung und starke Familien. „Es ist schön zu sehen, wie aus den Plänen für den Kindercampus Schritt für Schritt Wirklichkeit wird“, so die Ministerin.

Der Ersatzneubau bringt beide Einrichtungen räumlich zusammen: Im Erdgeschoss zieht eine sechsgruppige Kita ein, im Obergeschoss die Freiwillige Ganztagsschule. Insgesamt entstehen 122 Betreuungsplätze, davon 22 für Krippenkinder und 100 im Kindergartenbereich. Weil beide Angebote an einem Standort gebündelt werden, verkürzen sich die Wege für Kinder und Eltern, und die vorhandene Infrastruktur lässt sich gemeinsam nutzen.

Beim Bau setzt die Gemeinde auf Nachhaltigkeit. Der Kindercampus entsteht in Holzhybrid-Modulbauweise und wird vollständig barrierefrei gestaltet. Eine Wärmepumpe, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Photovoltaik-Anlage sollen für einen energieeffizienten Betrieb sorgen. Die Gesamtkosten beziffert das Land auf rund 4,864 Millionen Euro.

Für Bürgermeister Andreas Maldener ist der Neubau mehr als ein reines Bauvorhaben. Auf Landesseite gelte das Projekt zurecht als Modellvorhaben, betonte er. Die modulare Bauweise mache es möglich, in nur einem Jahr Bauzeit ein funktionales, auf die Bedürfnisse von Kita und Schule zugeschnittenes Gebäude zu errichten. Besonders wichtig ist ihm dabei die regionale Wertschöpfung: Trotz der Vergabe an einen Generalunternehmer hätten neben den Planungsleistungen vier weitere Firmen aus Tholey und den Nachbargemeinden bedeutende Aufträge erhalten. Der Campus habe damit „größte Strahlkraft“.

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Eingebettet ist das Vorhaben in das Investitionsprogramm „Aufbruch Saarland“. Aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes stehen dem Saarland rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit dem Kita-Turbo treibt das Land den Ausbau von Betreuungsplätzen gezielt voran – durch Neubauten, Erweiterungen und innovative Bauweisen wie den Modulbau. So sollen landesweit zusätzliche Plätze entstehen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt und ein Zeichen für Chancengerechtigkeit gesetzt werden.

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