Wer am Rosenmontagmorgen aus dem Fenster blickte, brauchte eine gesunde Portion Optimismus. Der Morgen begann mit Nieselregen, ein paar Kostüme suchten noch Schutz unter Schirmen – doch wer Homburg kennt, weiß: Ein bisschen Wasser hält hier niemanden vom Feiern ab. Mit jeder Stunde wurde der Marktplatz voller, die Ponchos gehörten irgendwann einfach dazu. Am Ende stand ein Rosenmontag, der gezeigt hat, wie viel Energie in dieser Stadt steckt.
Der Start um 11 Uhr verlief wetterbedingt noch verhalten. Während Harald und Myriam Keller mit Schlagern und Schunklern die ersten Unentwegten auf den Platz lockten, wurden noch fleißig Regenponchos verteilt. Doch pünktlich zum Einmarsch der Homburger Narrenzunft (HNZ) um 12.11 Uhr wendete sich das Blatt. Unter den Klängen der Pfarrkapelle Kirrberg zogen die Aktiven ein, und als Zunftmeister Rüdiger Schneidewind gemeinsam mit dem 1. Beigeordneten der Kreisstadt Homburg Philipp Scheidweiler die Bühne freigab, füllten sich die Lücken vor der Absperrung zusehends.
Ab 13 Uhr war von Zurückhaltung nichts mehr zu spüren: Die Konsorten übernahmen das Zepter und lieferten eine Show mit maximaler Spielfreude. Ein echtes Highlight setzte Sängerin Gime. Sonst als Trainerin und Mariechen für die Homburger Narrenzunft auf der Bühne, entpuppte sich ihr Song „Wir sind Geil“ als echter Stimmungs-Turbo. Wer die Energie auf dem Platz spürte, ahnt: Das könnte der nächste Exportschlager für die großen Partyinseln werden.
Den absoluten Siedepunkt erreichte die Stimmung gegen 15 Uhr. Peter Wackel lieferte genau das ab, was die Fans erwarteten – eine Dreiviertelstunde Vollgas-Entertainment. Dass der Star danach noch geduldig für Selfies und Autogramme bereitstand und den Sessionsorden der HNZ entgegennahm, unterstrich seinen sympathischen Auftritt in der Kreisstadt.
Dass ein solches Event in diesen Zeiten so friedlich und reibungslos über die Bühne geht, ist kein Zufall. Organisatorisch griff das inzwischen etablierte Sicherheitskonzept mit Absperrungen an den Zufahrtsstraßen. Polizei, Ortspolizei, Sicherheitsdienst, Mitarbeiter des Baubetriebshofes, die Malteser und zahlreiche weitere Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf und sorgten für die Sicherheit der tausenden Besucher sorgten.
Ein besonderer Dank ging von der Bühne auch an die Sponsoren: Ohne Partner wie Dr. Theiss Naturwaren wäre eine solche Großveranstaltung auf dem Marktplatz schlichtweg nicht realisierbar. Das Engagement sichert Homburg diesen festen Ankerpunkt im Veranstaltungskalender. In Homburg feiert man nicht wegen des Wetters, sondern trotzdem. Als sich die Party am Abend langsam in die umliegenden Kneipen verlagerte, war der Regen längst vergessen. Was blieb, war das Gefühl eines rundum gelungenen, friedlichen Rosenmontags, der jetzt schon Vorfreude auf das nächste Jahr macht.





















