„Die FDP hingegen konnte ihre Mitgliedschaft in 14 von 16 Bundesländern steigern, und die Grünen legten flächendeckend in hohem Maße zu“, erläutert der Wissenschaftler. Am stärksten sei dies Bündnis 90/Die Grünen in Brandenburg gelungen, wo die Partei nach der Landtagswahl auch zur Regierungspartei aufstieg. Die Linkspartei verlor der Studie zufolge in allen ostdeutschen Bundesländern weiterhin Mitglieder; auch in Berlin, Schleswig-Holstein und sehr stark im Saarland seien die Zahlen zurückgegangen. „Die AfD, die 2018 überall zugelegt hatte, musste 2019 in fünf Bundesländern Verluste hinnehmen, mit Abstand am stärksten in Bremen, ihrem ohnehin mitgliederschwächsten Landesverband“, hält Oskar Niedermayer fest.

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„Betrachtet man die Parteien nach dem Anteil der Frauen an den Mitgliedschaften, so gibt es wie in den Vorjahren große Unterschiede“, sagt Oskar Niedermayer. Den mit 17,8 Prozent geringsten Anteil habe die AfD; die CSU liege bei 21,3 Prozent. Einen mit 21,6 Prozent ähnlichen Wert verzeichne die FDP. Die CDU kommt der Studie zufolge auf 26,5 Prozent, bei der SPD sind ein 32,8 Prozent ihrer Mitglieder Frauen. Auf Platz 2 der Parteien liegt die Linkspartei mit 36,4 Prozent, auf Platz 1 kommt Bündnis 90/Die Grünen mit 41 Prozent. Im Jahr 2019 hat sich der Frauenanteil im Vergleich zum Jahr 2018 bei allen Parteien – mit Ausnahme von Linkspartei und FDP, wo er unverändert blieb – leicht erhöht. Die Zuwächse lagen zwischen zwei Zehntelpunkten und fünf Zehntelpunkten.

In der Altersstruktur der Parteien bestanden der Studie zufolge auch im Jahr 2019 große Unterschiede. „Der Anteil der jüngeren Mitglieder bis 30 Jahre ist im Jahr 2019 insbesondere bei den Grünen, aber auch bei der FDP und der Linkspartei gestiegen“, hebt Oskar Niedermayer hervor. Er liege jetzt bei Bündnis 90/Die Grünen bei knapp 18 Prozent, bei der FDP bei 17 Prozent und bei der Linken bei etwa 19 Prozent. „Die CDU kommt immer noch auf einen Anteil von unter 6 Prozent, und bei der CSU ist der Anteil der bis 30-Jährigen nach einem zwischenzeitlichen Abfall wieder auf etwas mehr als 5 Prozent gestiegen“, erläutert der Politologe.

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Bei der SPD sei der Anteil Jüngerer nach einem zwischenzeitlichen Anstieg wieder auf knapp 8 Prozent gefallen. „Bei den Christdemokraten und der SPD ist die absolute Mehrheit der Mitglieder älter als 60 Jahre, bei der Linkspartei war dies bis 2015 der Fall, jetzt liegt der Anteil bei 44 Prozent. Bei der FDP ist ein Drittel der Mitglieder älter als 60 Jahre, bei den Grünen nur knapp 24 Prozent“, sagt Oskar Niedermayer. Für die AfD lägen keine Zahlen vor. „Betrachtet man das Durchschnittsalter aller Mitglieder, so sind die Grünen mit 48 Jahren die ,jüngste‘, die CSU und SPD mit einem Durchschnitt von 60 und die CDU mit 61 Jahren die ,ältesten‘ Parteien“, konstatiert der Wissenschaftler. Die Mitglieder der FDP hätten ein Durchschnittsalter von 51 Jahren, die der Linkspartei von 55 Jahren. Für die AfD lagen auch hier keine Zahlen zur Auswertung vor.

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