Hundekacke, List und ein handfester Bandenkrieg: Wer die Stadtbücherei St. Ingbert am 18. September betrat, landete mitten in einer Geschichte, die Kinderaugen zum Leuchten brachte. Zu Gast war die Kinder- und Jugendbuchautorin Nina Weger, die im Rahmen ihrer Lesereise durch das Saarland Station machte und gleich zwei Lesungen bestritt.
Ihr Publikum: Schülerinnen und Schüler der Südschule, die gespannt Platz nahmen. Weger las aus ihrer Bandenerzählung „Die wilden Robins“, und sie tat dies mit einer fast schon schauspielerischen Intensität, die jeden Satz zum Leben erweckte.
Im Zentrum der Handlung steht ein erbitterter Streit zwischen den titelgebenden Robins und ihren Widersachern, den „Rittern auf Rädern“. Mit Tücke und allerlei Streichen liefern sich die verfeindeten Gruppen einen Schlagabtausch. Doch die Fronten geraten ins Wanken, als die spießige Vorstadt plant, das gemeinsame Bandenquartier durch einen „geraden und sauberen“ Spielplatz zu ersetzen. Plötzlich müssen die einstigen Gegner an einem Strang ziehen.
Die Drittklässlerinnen und Drittklässler folgten dem Geschehen gebannt. Umso schwerer fiel es ihnen auszuhalten, dass die Autorin den Ausgang der Geschichte für sich behielt. Das Ende, so machte Weger klar, müssten die Kinder schon selbst lesen – ein Versprechen, das die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer der Autorin prompt gaben.
Doch im Publikum saßen nicht nur begeisterte Leserinnen und Leser, sondern auch der eine oder andere Nachwuchsautor. So drehte sich das Gespräch am Ende auch um die praktische Seite des Schreibens. Weger gab Tipps, wie man eine eigene Geschichte plant und zu Papier bringt, und teilte ihr Handwerkszeug mit den kleinen Erzähltalenten.
Möglich gemacht wurden die beiden Lesungen durch die Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis Saarland e. V., der sich der Leseförderung von Kindern und Jugendlichen verschrieben hat.



















