Symbolbild

Die Entscheidung über die Zusammensetzung des nächsten Bundestags ist gefallen. Jetzt sind die Erwartungen aus energie- und klimapolitischer Sicht hoch, ambitionierte Maßnahmen für einen beschleunigten Klimaschutz auf Basis Erneuerbarer Energien voranzubringen. Deutschland ist auf den Weg der Klimaneutralität und der Einhaltung der Pariser Klimaziele zu bringen. In seinem Papier „Energiepolitische Vorschläge für ein 100-Tage-Maßnahmenpaket der neuen Bundesregierung“ stellt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) daher Maßnahmen für ein konkretes 100-Tage-Programm vor.

Dr. Simone Peter, BEE-Präsidentin: „Die naturverträgliche Energiewende ist das maßgebliche Vorhaben auf dem Weg zu einem klimaneutralen Standort. Für die Erneuerbaren als zentraler und gleichzeitig kostengünstiger Baustein für Klimaschutz bedeutet dies ein neues Momentum, das jetzt genutzt werden muss. Denn diese Legislaturperiode ist die letzte, in der die Weichen so gestellt werden können, dass Investitionsentscheidungen in den Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie nachhaltig für innovative Klimaschutztechnologien ‚made in Germany‘ fallen. Dafür sind ambitionierte Maßnahmen in den ersten 100 Tagen der neuen Legislaturperiode zu beschließen, die die Dekarbonisierung der Sektoren fortsetzen und gleichzeitig Konjunkturmotor mit enormem Beschäftigungspotential nach der Corona-Krise sind. Die Transformation ist nur ökologisch und sozial möglich.“

Download: Das 100-Tage-Maßnahmenpaket des BEE (PDF)

Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR): „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird das Maß aller Dinge sein, ohne den kein einziges Sektorziel erreicht werden kann. Die Sorgen, dass die grüne industrielle Revolution zusätzlichen Druck auf die biologische Vielfalt ausübt, sind jedoch berechtigt. Aber der Ausbau Erneuerbarer Energien und Artenschutz sind kein Widerspruch, sie müssen vielmehr Partner werden angesichts der großen Herausforderungen. Nicht die Erneuerbaren Energien sind das Problem für die Biodiversität, sondern die ausgeräumte Kulturlandschaft. Wenn wir hier Programme zur Stärkung der biologischen Vielfalt in der Fläche schaffen, haben wir auch genügend konfliktfreie Flächen für den Ausbau der erneuerbaren Infrastruktur. Wenn zudem die Betreiber von Windrädern am Naturschutz beteiligt werden und jedes Windrad den Artenschutz mitfinanziert, werden Energie- und Naturwende gemeinsam gelingen.“

 

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