Foto: Marco Kany
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Rund 49 Millionen Euro, 4.000 Quadratmeter Nutzfläche und Platz für etwa 130 Forschende: An der Universität des Saarlandes steht das neue Zentrum für Biophysik kurz vor der Übergabe. Baustaatssekretär Torsten Lang und Universitätspräsident Professor Ludger Santen verschafften sich bei einem gemeinsamen Rundgang jetzt einen letzten Eindruck vom fertigen Neubau, bevor das Gebäude noch im September in die Hände der Hochschule wechselt.

Finanziert wurde der Forschungsbau vom Land, unterstützt durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Für Lang ist das Projekt weit mehr als ein einzelnes Gebäude. „Wir haben allein in den vergangenen vier Jahren 180 Millionen Euro für Baumaßnahmen an der Universität verausgabt und werden auch in den nächsten Jahren alle Möglichkeiten nutzen, weiter in die Universität zu investieren“, betonte der Staatssekretär. Die Fertigstellung sei ein sichtbares Zeichen dieses Investitionsschwerpunktes der Landesregierung.

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Das Zentrum ist keine Einzelmaßnahme. Erst kürzlich wurde die bauliche Neustrukturierung der Philosophischen Fakultät für 65,5 Millionen Euro abgeschlossen, ein Neubau für die Medizinische Fakultät in Homburg mit einem Volumen von 33,5 Millionen Euro befindet sich noch in der Ausführung. Sobald die Universität die Verantwortung übernimmt, folgen als nächste Schritte die Ersteinrichtung der Räume und die Umzüge der Arbeitsgruppen.

Foto: MIBS/F. Färber

Einziehen werden die Bereiche Theoretische und Experimentalphysik. Vor allem der experimentelle Teil profitiert von der Ausstattung: hochmoderne chemische, biologische und physikalische Labore, ein Reinraum, Sonderlaborflächen und Großgeräte der neuesten Generation. Der Entwurf setzt werkgetreu den 2018 in einem Realisierungswettbewerb prämierten Beitrag des Planungsbüros NOVA Michael Beck Architekten um. Die Außenanlagen gestaltete der Saarlouiser Landschaftsarchitekt Carlos Stuckert, während die Skulptur „Phi“ am Hauptzugang von den Frankfurter Künstlern Winter und Hoerbelt stammt, die einen eigenen Kunstwettbewerb für sich entschieden.

Wer durch das Haus geht, erkennt schnell die Idee dahinter: Kommunikation und Zusammenarbeit sollen gefördert werden. Zwischen zwei begrünten Innenhöfen zieht sich eine zentrale Aufenthaltszone über alle Geschosse, verbunden durch eine multifunktionale Treppe, die die Abteilungen miteinander verknüpft. Dem gegenüber stehen die konzentriert organisierten Labor- und Bürobereiche, die Rückzug und flexible Anpassung an künftige Anforderungen erlauben.

Foto: Marco Kany

Für Universitätspräsident Ludger Santen ist der Bau ein Gewinn für den gesamten Standort. „Wir können nun rund 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herausragende Arbeitsbedingungen bieten“, sagte er. In den Laboren werde künftig interdisziplinär und standortübergreifend geforscht. Die dort gewonnenen Erkenntnisse könnten etwa dazu beitragen, die Funktionsweise des Zytoskeletts in biologischen Zellen besser zu verstehen.

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Lang verband die Eröffnung mit einem Blick auf die Rahmenbedingungen. Das Saarland bleibe auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig und setze Zukunftsinvestitionen konsequent um. Parallel entstehe über die soziale Wohnraumförderung bezahlbarer Wohnraum auf dem Campus: Ein erster Abschnitt mit 226 geförderten Studierendenappartements sei mit rund 11,65 Millionen Euro bezuschusst und bereits vermietet, weitere sollen folgen. „Damit investiert das Saarland nicht nur in ein Gebäude, sondern vor allem in seine Zukunftsfähigkeit“, so der Staatssekretär.

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