Wie kann MINT-Bildung in den Alltag von Betreuungseinrichtungen integriert werden – und wie lassen sich pädagogische Fachkräfte motivieren, mit Kindern spielerisch die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu entdecken? Mit einem praxisnahen Workshop für Mitarbeitende freiwilliger Ganztagsschulen hat der Saarpfalz-Kreis genau darauf eine Antwort gegeben. Die Veranstaltung markierte einen weiteren Meilenstein in der MINT-Strategie des Landkreises, der sich seit Jahren für eine frühzeitige Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen engagiert.
Durchgeführt wurde der Workshop in Kooperation mit dem Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), der sich seit Langem mit vielfältigen Projekten für MINT-Förderung einsetzt. Unterstützt wurde das Vorhaben zudem durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Förderprogramms MINT-Cluster III. Im Mittelpunkt stand der Gedanke, MINT-Themen nicht theoretisch, sondern über alltagsnahe Zugänge zu vermitteln.
Trainerin Anja Dilk von der Stiftung „Kinder forschen“ zeigte den Teilnehmenden, wie sich schon mit einfachsten Mitteln – ob Becher, Wasser, Holz oder Papier – spannende Experimente umsetzen lassen. So wurde deutlich, dass sich MINT-Erfahrungen in nahezu jede Alltagssituation integrieren lassen. Kinder sollen dabei spielerisch entdecken, Fragen stellen und Zusammenhänge selbst erkennen. Das Ziel: Neugier und Entdeckerfreude wecken, ohne aufwändige Materialien oder spezielle Vorkenntnisse.
Besonders praxisorientiert war der Aufbau der Veranstaltung. Nach der theoretischen Einführung folgte der unmittelbare Transfer in den pädagogischen Alltag. Die Fachkräfte erhielten vorbereitete Materialboxen, die sie direkt nach dem Workshop in ihren Einrichtungen einsetzen konnten. So endete das Projekt nicht an der Tür des Seminarraums, sondern setzte sich unmittelbar in der Arbeit mit den Kindern fort. Der Workshop bot zudem Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung – wichtige Voraussetzungen, um das Gelernte dauerhaft in den Einrichtungen zu verankern.
Landrat Frank John betonte den Stellenwert der Initiative: „MINT-Bildung ist Zukunftsbildung. Im Saarpfalz-Kreis gestalten wir diese deshalb aktiv – als Verbundpartner im Netzwerk SaarMINT und in enger Zusammenarbeit mit engagierten Akteuren wie ME Saar. Unser gemeinsames Ziel ist, allen Kindern früh den Zugang zu MINT zu ermöglichen.“ Aufgrund der großen Nachfrage soll es einen weiteren Workshop geben.
Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Bildungsstrategie, mit der der Saarpfalz-Kreis das Thema MINT flächendeckend stärken möchte – mit besonderem Fokus auf Mädchen sowie auf Kinder und Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Familien. Konkrete Angebote gibt es bereits an Schulen, Aktivitäten im Vorschulbereich sind in Planung. Gesteuert wird das Programm von der Stabsstelle „Gesellschaftlicher Wandel, Bildung und Demographie“, in der auch die Kreisvolkshochschule und das Medienzentrum des Kreises mit MINT-Schwerpunkt angesiedelt sind. Dadurch können Impulse direkt in bestehende Bildungsstrukturen eingebracht werden – genau dort, wo sie am meisten Wirkung entfalten.






















