„Die Corona-Krise darf keine Ausrede dafür sein, die Umwelt weiter mit to-go-Verpackungen zu vermüllen. Bereits im März hat der Lebensmittelverband Deutschland klargestellt, dass die Befüllung kundeneigener Mehrwegbecher und -Essensboxen sowie die Nutzung von Mehrweg-Pfandsystemen nicht im Widerspruch zu einem effektiven Infektionsschutz stehen“, sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer. Auch die Lebensmittelhygieneverordnung verbietet eine Befüllung mitgebrachter Mehrwegbehältnisse ausdrücklich nicht.

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Durch ihre vielfache Wiederverwendung sparen Mehrwegbecher und -boxen CO2-Emissionen ein und reduzieren Abfall. Mittlerweile bieten Systemdienstleister wie Recup, Faircup, Vytal oder Recircle sowohl für Kaffee als auch für Speisen überregional Mehrwegverpackungen mit Pfand an. Sie können unkompliziert bei am Mehrwegsystem teilnehmenden Filialen zurückgegeben werden. Diese sogenannten Pool-Systeme entlasten die Umwelt in besonders effizienter Weise und sind außerdem sehr verbraucherfreundlich. Je dichter das Rückgabenetz ist, desto größer werden die Vorteile und die Kundenakzeptanz.

„Im Gegensatz zu den großen Ketten nutzen viele kleine Cafés, Bäckereien und Imbisse bereits Mehrwegsysteme, um Verpackungsmüll zu vermeiden. Für ein bundesweit funktionierendes Mehrwegsystem müssen sich aber endlich auch große Ketten wie Starbucks, Burger King, Kentucky Fried Chicken oder Subway beteiligen“, fordert Fischer.

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Die Aktivitäten der DUH zur Vermeidung von Coffee-to-go-Bechern werden ermöglicht und gefördert durch die Stiftung Naturschutz Berlin aus Mitteln des Förderfonds Trenntstadt-Berlin.

(ots)

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1 Kommentar

  1. Ich habe einen Mehrwegbecher, einmal war ich in einem Fast Food-Restaurant mit Firmensitz im Mittleren Westens der USA. Der wurde mir auch befüllt, ohne zu zicken. Doch anstatt ihn unter den Kaffeegetränkeauslass zu halten, wurde der Kaffee erst in einen Wegwerfbecher gefüllt und von dem in meinen Mehrwegbecher. Die Fast Food Ketten sind die größten Müllproduzenten, was Einwegbecher angeht. Aber auch Lebensmitteldiscounter, die einen Kaffeeausgabeautomat haben, sorgen nicht für weniger Müll. Dies sehe ich, wenn ich täglich Sport mache. Corona hat dies nochmals verstärkt, da man anders Konsumieren muss.

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