Start Politik&Wirtschaft Leerstand und Sucht: Zweibrücken bündelt Kräfte für die Quartiere

Leerstand und Sucht: Zweibrücken bündelt Kräfte für die Quartiere

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Zweibrücken - Bild: atreyu - CC BY-SA 3.0 - Wikimedia
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Leerstand in der Innenstadt, soziale Isolation in den Quartieren, Suchtprobleme und fehlende Sauberkeit – die Herausforderungen, vor denen Zweibrücken in der Stadtentwicklung steht, sind so vielfältig wie konkret. Um genau diese Themen nicht in den üblichen Verwaltungsabläufen versanden zu lassen, kamen am 10. März 2026 zentrale Akteure aus Verwaltung, Wirtschaftsförderung und kommunaler Wohnungswirtschaft zum Jahresauftakt der Städtebauförderung zusammen.

Das Treffen verfolgte ein klares Ziel: Fachleute unterschiedlicher Ämter an einen Tisch bringen und den Blick über die eigenen Zuständigkeitsgrenzen hinaus weiten. Vertreten waren unter anderem das Bauamt, das Sozialamt, das Schul- und Sportamt sowie das Ordnungsamt. Auch die Stadtspitze, die städtische Wirtschaftsförderung und das kommunale Wohnungsbauunternehmen GeWoBau beteiligten sich an der Runde. Dass so unterschiedliche Ressorts gemeinsam über Quartiersarbeit diskutierten, verdeutlicht den integrierten Ansatz, den Zweibrücken bei der Weiterentwicklung seiner Fördergebiete verfolgt.

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Zum Auftakt präsentierten die Gebietsverantwortlichen den aktuellen Stand in den drei Städtebaufördergebieten der Stadt. Sie gaben Einblick in laufende Bauprojekte, geplante Maßnahmen und die jeweiligen Entwicklungsperspektiven der Quartiere. Dabei wurde rasch sichtbar, wie unterschiedlich die Ausgangslage in den einzelnen Gebieten ist – und wie sehr die Arbeit vor Ort von den konkreten Lebensrealitäten der Bewohnerinnen und Bewohner geprägt wird.

Genau diese Lebensrealitäten rückten anschließend ins Zentrum der Diskussion. Das Team der Städtebauförderung – Elena Burgard als Innenstadtkoordinatorin, Kim Breisch im Quartiersmanagement für die Fördergebiete „Entlang des Hornbachs – Breitwiesen“ und „An der Steinhauser Straße“ sowie Yvonn Weber in der allgemeinen Projektleitung aller drei Gebiete – schilderte aktuelle Spannungsfelder aus der täglichen Arbeit. Themen wie die Folgen von Leerständen für das Erscheinungsbild der Innenstadt, Hürden bei Existenzgründungen, Fragen der öffentlichen Ordnung und Sauberkeit sowie der Umgang mit sozialer Isolation und Suchtproblematiken standen dabei bewusst auf der Agenda. Es ging nicht um abstrakte Planungspapiere, sondern um das, was die Menschen in den Quartieren tatsächlich bewegt.

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Die Beteiligten nutzten den Rahmen, um offen und ohne die Zwänge formaler Verwaltungsabläufe nach Lösungen zu suchen. Kreative Vorschläge und Ideen zur besseren Vernetzung der einzelnen Fachbereiche wurden gesammelt, neue Perspektiven auf bekannte Problemlagen entwickelt. Die Ergebnisse sollen in die weitere Arbeit der beteiligten Stellen einfließen und so langfristig die Quartiersentwicklung in Zweibrücken voranbringen.

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Der Jahresauftakt machte deutlich, dass eine zukunftsfähige Stadtentwicklung nur gelingen kann, wenn Verwaltung, kommunale Unternehmen und die Fachleute vor Ort regelmäßig miteinander ins Gespräch kommen. Für Zweibrücken bedeutet das: Die enge Zusammenarbeit über Amtsgrenzen hinweg ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein fortlaufender Prozess. Wer Fragen zur Arbeit in der Innenstadt hat, kann sich in der regelmäßigen Sprechstunde an Innenstadtkoordinatorin Elena Burgard wenden. Für die Gebiete „Entlang des Hornbachs/Breitwiesen“ und „An der Steinhauser Straße“ steht Quartiersmanagerin Kim Breisch als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

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