Foto: MIBS

Wer in einer Krisensituation ruhig und richtig handeln will, braucht mehr als guten Willen. Die Kreisvolkshochschule Saarpfalz-Kreis setzt deshalb gemeinsam mit dem DRK Kreisverband St. Ingbert auf gezielte Schulung: Im Herbst stehen in Gersheim gleich mehrere Module aus dem Programm „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ auf dem Plan. Grundlage ist ein Konzept des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Den Auftakt bildet ein in sich geschlossenes Seminar mit dem Titel „Vorbeugung und Reaktion im Zivilschutz und Katastrophenfall“. Interessierte können daran am Dienstag, dem 27. Oktober, ab 17.30 Uhr in der Gemeinschaftsschule Gersheim, Schulstraße 32, teilnehmen. Vorgesehen sind drei Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten, ergänzt um Pausen.

Geschultes Personal des DRK vermittelt dabei, wie man in außergewöhnlichen Not- und Krisenlagen zielführend handelt und auch in alltäglichen Zwischenfällen angemessen reagiert. Auf dem Programm stehen das Hilfeleistungssystem in Deutschland, Fragen der persönlichen Vorsorge wie Nahrungsmittel, Hausapotheke und Wasservorrat sowie das richtige Verhalten in Extremsituationen. Am Ende der rund dreistündigen Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Ein zweites, ebenfalls eigenständiges Modul widmet sich der medizinischen Erstversorgung im Zivilschutz und Katastrophenfall. Weil es sechs Unterrichtseinheiten umfasst, verteilt es sich auf zwei Abende: Dienstag, der 3. November, und Donnerstag, der 5. November, jeweils von 17.30 bis etwa 20.30 Uhr, wieder in der Gemeinschaftsschule Gersheim.

Hier geht es ins Praktische. Die Teilnehmenden lernen unter anderem die psychische Betreuung von Betroffenen, die improvisierte Ruhigstellung von Gelenkverletzungen und die Versorgung von Wunden. Auch die Unterstützung von Einsatzkräften gehört dazu, etwa der sichere Umgang mit einer Krankentrage. Beide Module richten sich an alle Bürgerinnen und Bürger ab dem 13. Lebensjahr, und auch hier wird am Ende ein Teilnahmezertifikat ausgehändigt.

Landrat Frank John ordnet das Angebot in einen größeren Zusammenhang ein. „Dem Kreis als Untere Katastrophenschutzbehörde ist es ein Anliegen, dass die Bürgerinnen und Bürger in mitunter lebensrettenden Kompetenzen gestärkt werden und ihre Resilienz in Krisenzeiten gefördert wird“, erklärt er. Er hoffe auf eine breite Beteiligung und kündigt an, die Seminare künftig an weiteren Lernorten durchzuführen.

Die Teilnahme an allen genannten Terminen ist kostenfrei, eine Anmeldung bei der Kreisvolkshochschule jedoch erforderlich. Das ist online unter www.kvhs-saarpfalz.de möglich, telefonisch unter (06842) 924310 oder per E-Mail an kreisvolkshochschule@saarpfalz-kreis.de. Bei offenen Fragen hilft das Team der Kreisvolkshochschule weiter.

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