Foto: MBK / Gesellchen

Familien im Saarbrücker Stadtteil St. Johann bekommen mehr Raum für ihre Kinder: Die Kita St. Michael hat nach umfassender Sanierung und einem Erweiterungsbau offiziell ihre Türen geöffnet. Statt der bisherigen 48 Plätze finden dort künftig 97 Mädchen und Jungen einen Betreuungsplatz – und erstmals gehören dazu auch die Allerkleinsten. Das Land steuert rund 1,35 Millionen Euro zu dem Vorhaben bei.

Der Zuwachs betrifft vor allem eine Altersgruppe, für die es an der Einrichtung bislang gar kein Angebot gab: Kinder unter drei Jahren. Von den 97 Plätzen entfallen künftig 22 auf die Krippe, 75 auf den Kindergarten. 60 davon sind Ganztagsplätze und geben Eltern damit den nötigen Spielraum, Beruf und Familienalltag unter einen Hut zu bringen.

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Genau diesen Punkt hob Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot bei der Eröffnung hervor. „Dass in der Kita St. Michael jetzt erstmals auch die Kleinsten betreut werden können, ist ein echter Gewinn für Familien in St. Johann“, sagte sie. Krippenplätze schafften Verlässlichkeit „in einer Lebensphase, in der für Familien vieles neu organisiert werden muss“.

Baulich hat sich an der Einrichtung einiges getan. Neben der Sanierung des Bestands entstand ein Anbau, in dem unter anderem Küche, Speiseraum, Bewegungsraum sowie Personal- und Verwaltungsflächen untergebracht sind. Eine neue zentrale Eingangshalle verknüpft den alten Gebäudeteil mit dem Erweiterungsbau und bildet künftig das Herzstück der Kita.

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Die Ministerin verband die Eröffnung mit einem Ausblick auf die kommende Reform. Zum 1. Januar 2027 werde die Kita im Saarland vollständig beitragsfrei, kündigte sie an. „Gute frühkindliche Bildung ist keine Frage des Geldbeutels, sondern eine Frage der Chancengerechtigkeit“, betonte Streichert-Clivot. Mit der Novelle des Saarländischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetzes wolle das Land zugleich mehr Plätze schaffen, die Qualität stärken und Familien finanziell entlasten.

Die Investition in St. Johann ist Teil eines größeren Programms. Über den sogenannten „Kita-Turbo“ im Rahmen von „Aufbruch Saarland“ treibt das Land den Ausbau von Betreuungsplätzen landesweit voran. Finanziert wird das unter anderem aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes, aus dem dem Saarland rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Neben Neubauten und Erweiterungen setzt das Land dabei auch auf schnellere Verfahren wie die Modulbauweise, um zügig zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.

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