Am 26.November feierte die Udo Eckhardt GmbH ihr 15-jähriges Jubiläum. Wir haben uns mit Udo Eckhardt über den Weg zum Jubiläum und die Anforderungen an die heutige Zeit unterhalten:

HOMBURG1: Hallo Herr Eckhardt, der Anlass unseres Interviews ist sehr erfreulich. Sie feierten dieser Tage 15 Jahre Firmenjubiläum. Zurückblickend – war es genau der richtige Weg den sie mit der Selbstständigkeit eingeschlagen haben?
Udo Eckhardt: Ein Firmenjubiläum ist ja erst mal das Kramen in Erinnerungen, an die Wegstrecke, die zurückgelegt wurde und die Meilensteine, die gesetzt wurden. Und ja, rückblickend war es genau der Weg, den ich gehen wollte und auch immer wieder gehen würde.
HOMBURG1: Es gibt immer einen Anfang. Wann ist der Entschluss gereift, ein eigenes Unternehmen aufzubauen? Wie muss man sich die ersten Schritte vorstellen?
Udo Eckhardt: Ja, am Anfang war der Traum, danach kam der Wille und dem Willen folgte die Tat. Ich hatte immer ein Zitat von Henry Ford im Kopf: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“. Der Gedanke an die Selbständigkeit reifte eigentlich schon in der Meisterschule. Es war immer mein Wunsch ein Unternehmen zu leiten, Arbeitsplätze zu schaffen. Angefangen habe ich daheim in meiner Garage zusammen mit einem Mitarbeiter, der immer noch bei mir beschäftigt ist.
Es war eine ziemliche Herausforderung, der ich mich mit einer großen Portion Mut, Motivation, viel Geduld, Fleiß und Nachhaltigkeit stellen musste. Das kleine Quäntchen Glück gehörte natürlich auch dazu, ebenso wie die Erfahrungen, die ich gesammelt habe. Und so habe ich mein Unternehmen nach und nach ausgebaut und erweitert.
HOMBURG1: Ihr Unternehmen hat einen renommierten Namen. Wie baut man sich diesen Ruf auf und wie schwer ist es in diesen hart umkämpften Zeiten seinen Kunden an sich zu binden?
Udo Eckhardt: Durch sehr gute Qualität, einen Top Service, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis und vor allem durch Ehrlichkeit und Seriosität gegenüber den Kunden. Es ist wichtig, sich selbst und seinen eigenen Werten und Ansprüchen treu zu bleiben  und das auch dem Kunden zu vermitteln. Dazu gehören vor allem auch Respekt, Verantwortung und Wertschätzung. Ich glaube das macht den Unterschied in diesen Zeiten, in denen diese Werte immer mehr verloren gehen.
HOMBURG1: Damit auch alle wissen wovon wir reden, worin liegen ihre Kernkompetenzen, was tun sie und ihr Team genau?
Udo Eckhardt: Unsere Kernkompetenzen liegen im klassischen Heizungsbau, also „alles„ rund um die Heizung.  Als innovatives Unternehmen planen, gestalten und modernisieren wir Bäder jeglicher Art. Wir sind ein sehr guter Partner für mittelständische und große Industriekunden. Spezialisiert sind wir in den Bereichen: Photovoltaikanlagen, Biomasseheizungen, thermische Solaranlagen sowie Rohrleitungs- und Anlagenbau
HOMBURG1: Wir sprachen gerade schon von ihrem Team – sie sind selbst ein großer Teamplayer. Welche Leitgedanken geben sie und ihr Team an die Menschen weiter. Wann sind sie mit sich selbst und ihrer Arbeit richtig zufrieden?
Udo Eckhardt: Höflichkeit, Ehrlichkeit, Wertschätzung, Respekt und vor allem ein offenes Wort sind die Grundpfeiler meiner Unternehmensphilosophie. Maßstäbe, auf die ich großen Wert lege, und die ich hier auch sehr hoch ansetze. Ich bin nicht perfekt, aber Menschlichkeit und Toleranz sind für mich genauso wichtig wie ein hoher Qualitätsstandard. Das geben mein Team und ich gerne weiter, und dafür bekommen wir viel positives Feedback von unseren Kunden.
Zufrieden bin ich, wenn der Kunde mir seine Zufriedenheit mit unseren Leistungen vermittelt. Wenn ich ein große Herausforderung erfolgreich gemeistert habe und dadurch auch wieder neue Erfahrung sammeln konnte.
HOMBURG1: Die Konkurrenz ist groß und in diesen modernen Zeiten muss man einiges tun um aufzufallen. Wie heben sie sich von der Masse ab?
Udo Eckhardt: Indem ich versuche ständig am Pulsschlag der Zeit zu sein. Dieser Herausforderung stelle ich mich durch ständige Fortbildungsmaßnahmen. Durch regelmäßige Schulungen meiner Mitarbeiter.
Wir bieten die neueste Technik. So konnten wir bei der neuen Pelletskessel-Generation von Viessmann direkt vor Ort, in der Entwicklung, kleine aber entscheidende Verbesserungen aufgrund unserer Erfahrung mit einfließen lassen. In diesem neuen Produkt steckt somit ein Stück „Udo Eckhardt„ mit drin.
Unsere Aufgaben erledigen wir effizient und sauber. Dabei sind wir flexibel und halten dennoch einen sehr hohen Qualitätsstandard. Wir beraten ehrlich und planen solide. In unserer Branche leben wir hauptsächlich von der Weiterempfehlung zufriedener Kunden. Wir sind auch nur Menschen und nicht perfekt. Dennoch nehmen wir auch gerne die Kritik unserer Kunden an. Denn auch Kritik ist eine Erfahrung, an der man wächst, um sich zu verbessern und Fehler zu vermeiden. Darum schätze ich die offene Kommunikation zwischen mir und unseren, meinen Kunden. Denn erst wenn die Kunden zufrieden sind, habe ich mein Ziel erreicht.
HOMBURG1: Ihre Dienstleistungen sind komplex – Heiztechnik, Solar- und Photovoltaik, Badgestaltung und mehr – wie bleibt man immer up to date?
Udo Eckhardt: Die Produktpalette ist so vielseitig geworden. Da ist es schwer immer am Ball zu bleiben. Die Zeiten, als es nur Gas- oder Ölheizungen gegeben hat, sind vorüber. Daher ist es wichtig den Markt zu beobachten, für sich selbst die wichtigsten Veränderungen und Neuerungen heraus zu filtern, und sich dahingehend weiterzuentwickeln. In unsere Branche geht es nicht nur um handwerkliche Leistungen, sondern auch darum, den Erwartungen und Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden. Es ist wichtig, diese Dienstleistung zu verstehen und dementsprechend umzusetzen.
HOMBURG1: Das Stichwort „Digitalisierung“ und „Smarthome“ ist in aller Munde. Worin liegen die Trends der kommenden Jahre? Wie reagieren ihre Kunden auf die heutigen Möglichkeiten?
Udo Eckhardt: Die Digitalisierung ist bei uns schon angekommen. Alle neuen Kesselgenerationen bieten die Möglichkeit, in der Hauskommunikation eingebunden zu werden. Sie sind „ BUS-fähig“ und haben Wlan Schnittstellen. So kann der Betreiber heute schon von seinem Handy aus seine Heizung schnell, einfach und effizient steuern. Das führen wir jedem Kunden in unseren neuen Räumlichkeiten gerne vor.
Auch im Badbereich geht diese Entwicklung rasant weiter. Lichtsteuerungen, Wassertemperaturen, automatische beheizte Spiegel, neue Formen und Farben setzen sich durch. Und auch hier kann vieles heute schon digital gesteuert werden. Unsere Kunden sind in jedem Fall offen für den neuen technischen Fortschritt und nutzen diesen auch gerne.
HOMBURG1: Sie sind vor einiger Zeit umgezogen und haben sich am neuen Standpunkt eine zeitgemäße Basis geschaffen. Warum der Schritt und wie hilft es ihnen bei der täglichen Arbeit?
Udo Eckhardt: Zeitgemäßen Standard habe ich schon immer geboten. Aufgrund vieler neuer Arbeitsprozessanforderungen musste dieser Standard jetzt  erweitert werden, um zusätzliche Funktionalität und auch Flexibilität zu schaffen. Das war ein wichtiger Schritt, um noch schneller auf die Kundenwünsche reagieren zu können. Das Unternehmen ist in den letzten 5 Jahren so gewachsen, dass einige Optimierungsmaßnahmen zwingend notwendig waren. Meine Mitarbeiter verfügen hier alle über einen modernen, hellen und mit neuer Technik ausgestatteten Arbeitsplatz, an dem sie sich wohlfühlen.
Ein geräumiges übersichtliches Lager bietet ein sicheres Warenmanagement. Kleine Showrooms geben den Kunden Gelegenheit, sich auch einmal etwas direkt vor Ort anzuschauen. Unsere Kunden können wir jetzt in einem freundlichen und technisch modern ausgestatteten Empfangsraum begrüßen. Hier können wir uns ungestört nur dem Kunden widmen. Auch das war für mich ein wichtiger Punkt, der zu dem Umzug beitrug.
HOMBURG1: Ihr bildet auch aus. Wie gelingt es heut zu Tage, junge Menschen für euer Unternehmen und einer Ausbildung in dieser Branche zu begeistern? Was müssen interessierte Bewerber mitbringen?
Udo Eckhardt: Das Handwerk zählt für viele junge Menschen und auch deren Eltern zu den eher unattraktiven Berufsgruppen. Dabei gibt es einen hohen Facharbeitermangel in diesem Bereich und es ist wirklich einfach hier einen guten Ausbildungsplatz zu bekommen. Handwerk sollte nicht die letzte Option für junge Menschen sein.
Ein sehr guter Hauptschulabschluss, ein guter Mittelstufenabschluss reichen aus, um im Handwerk zu starten. Mit Bestehen der Gesellenprüfung erreicht der Azubi den mittleren Bildungsabschluss, mit Bestehen der Meisterprüfung sogar die Qualifikation zur Fachhochschulreife. Er kann somit auch ein technisches Studium nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung beginnen. Dadurch bieten sich durchaus gute Chancen auf einen gut bezahlten und sicheren Arbeitsplatz.
Die Berufsausbildung dauert 3,5 Jahre und ermöglicht den jungen Menschen einen guten Start in ein eigenständiges Leben. Sie gibt ihnen Sicherheit und ist und bleibt somit ein solider Grundstock für den weiteren Lebens- und Arbeitsweg. Das versuchen wir den jungen Leuten immer wieder zu vermitteln. Facebook bietet hier die idealen Voraussetzungen, da gerade auf dieser Plattform genau diese Altersgruppe stark vertreten ist.
HOMBURG1: Wenn man so lange am Markt ist, erlebt man sicher auch einiges. Gibt es auch lustige Momente in ihrem Beruf? Oder eine Anekdote aus den vergangenen Jahren?
Udo Eckhardt: Es gibt natürlich schon lustige Erlebnisse. Hier ein kleines Schmankerl, das auf meine Kosten geht: Ich war auf dem Weg zu einem Kunden, um ein Angebot mit ihm durchzusprechen. Ich war etwas in Zeitdruck und schob immensen Kohldampf. Also kaufte ich mir unterwegs schnell ein Kaffeestückchen und aß es im Eiltempo während der Fahrt. Schnell noch die Krümel von der Hose gewischt und auf zum Kunden. Als ich dem Ehepaar gegenüberstand sagte die Frau: „Ach Gott Herr Eckhardt, haben Sie sich verletzt? Sie bluten ja aus der Nase.“
Erschrocken fragte ich, ob ich das Bad mal aufsuchen dürfte. Dort vor dem Spiegel stellte ich dann fest, dass mir die Kirschfüllung des Kaffeestückchens an der Nase klebte.  Peinlich in diesem Moment, aber es sorgt auch heute noch für Lacher.
Auch im Team passieren immer mal wieder lustige Dinge, über die sich die Jungs amüsieren. Das ist auch gut für die Stimmung untereinander und nährt den Zusammenhalt der Jungs. Wir alle haben Spaß bei dem was wir tun, und mir ist es wichtig ein gutes Team zu haben, das bedingungslos zusammenhält.
HOMBURG1: Als Homburger, was mögen sie an der Stadt besonders? Was macht für Sie die Stadt liebens- und lebenswert?
Udo Eckhardt: Homburg ist für mich Heimat. Der Ort, an dem meine Freunde leben und wo ich meinen Hobbys nachgehen kann. Eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Kulturell, denke ich da  an den Musiksommer, das Neujahrskonzert und die vielen anderen Veranstaltungen. Als Universitätsstadt ist auch eine hervorragende medizinische Versorgung gewährleistet. Die Stadt bietet gute Einkaufsmöglichkeiten und eine sehr gute Infrastruktur.
Ich lebe gerne hier. Homburg bedeutet für mich Sicherheit und Vertrauen. Ich glaube auch, dass noch viel Positives in naher Zukunft in der Stadt umgesetzt wird.

Mehr Informationen:

Internet: www.saarpfalz-waerme.de/
Facebook: www.facebook.com/saarpfalzwaerme/

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