Wenn das Tumorzentrum des Uniklinikums in Homburg nach der Sommerpause wieder zu seiner Informationsreihe einlädt, geht es um Krankheiten, die viele Menschen betreffen und dennoch oft nur schwer verständlich sind. Am Donnerstag, 24. September 2026, dreht sich der Abend um zwei ganz unterschiedliche Themen: langsam verlaufende Krebserkrankungen des Lymphsystems bei Erwachsenen und neue Behandlungswege für krebskranke Kinder.
Von 17 bis 19 Uhr treffen sich Betroffene, Angehörige und Interessierte im Seminarraum 1 des Zentralen Hörsaalgebäudes (Gebäude 35) auf dem Campus des Universitätsklinikums des Saarlandes. Die Veranstaltung des Universitätsmedizinischen Zentrums für Tumorerkrankungen (UTS) ist kostenlos und kann sowohl vor Ort als auch online verfolgt werden.
Im Mittelpunkt des ersten Vortrags stehen die chronische lymphatische Leukämie, kurz CLL, und indolente Lymphome. Beide Erkrankungen verbindet ein moderates Wachstum. Bei der CLL handelt es sich um eine besondere Form von Blutkrebs, die medizinisch jedoch zur Gruppe der Lymphome zählt, also der Krebserkrankungen des Lymphsystems. Über diesen Themenbereich spricht Prof. Dr. Dr. Philipp Staber, Direktor der Klinik für Innere Medizin I mit den Schwerpunkten Onkologie, Hämatologie, klinische Immunologie und Rheumatologie.
Den zweiten Schwerpunkt setzt Prof. Dr. Marc Remke, Direktor der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie. Er stellt neuartige Therapieansätze in der Kinderonkologie vor. Am Homburger Uniklinikum werden Krebserkrankungen vom Kindes- bis ins hohe Erwachsenenalter behandelt, wobei je nach Erkrankung spezialisierte Zentren federführend sind und die Fachdisziplinen eng zusammenarbeiten.
Den Machern liegt der direkte Austausch besonders am Herzen. Fragen sind vor, während und nach den Vorträgen ausdrücklich erwünscht. Unterstützt wird der Abend von der Selbsthilfegruppe Leukämie Saar/Pfalz, vertreten durch Michael Scherer, sowie von der Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland e.V., für die Ina Ruffing spricht.
Wer nicht persönlich vorbeikommen kann, wählt sich mit einem beliebigen internetfähigen Gerät virtuell ein. Dafür ist allerdings eine Anmeldung per E-Mail an uts@uks.eu nötig; der Zugangslink wird anschließend zugeschickt. Gefördert wird der onkologische Patientenkongress von der Deutschen Krebshilfe.
Das UTS bündelt am Universitätsklinikum des Saarlandes 13 Organkrebszentren und weitere interdisziplinäre Einrichtungen. Seit 2021 ist das Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. Die Informationsreihe richtet sich nicht nur an Erkrankte und deren Familien, sondern auch an alle, die mehr über Vorsorge, Früherkennung und moderne Therapien wissen möchten. Eine Übersicht über sämtliche Termine des Jahres bietet das Programm „Krebs im Dialog 2026“.


















