Wer in diesen Tagen in Hessen tankt, zahlt bundesweit am meisten. Nach einer aktuellen Auswertung des ADAC ist das Bundesland sowohl bei Benzin als auch bei Diesel das teuerste Pflaster für Autofahrerinnen und Autofahrer. Ein Liter Super E10 kostet hier im Schnitt 2,114 Euro, der Diesel schlägt sogar mit 2,222 Euro zu Buche.
Ganz anders sieht die Lage im Südwesten aus. In Baden-Württemberg fließt der günstigste Super-E10-Kraftstoff aus den Zapfsäulen, dort werden im Durchschnitt 2,025 Euro je Liter fällig. Knapp dahinter rangiert Berlin mit 2,030 Euro, gefolgt vom Saarland mit 2,042 Euro.
Beim Diesel verschiebt sich das Bild ein wenig. Hier hat die Hauptstadt die Nase vorn: In Berlin kostet der Liter nur 2,171 Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen Sachsen mit 2,178 Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 2,179 Euro. Berlin schneidet damit gleich bei beiden Kraftstoffsorten vergleichsweise günstig ab.
Wie stark sich der Wohnort auf die Tankrechnung auswirkt, zeigt die Spanne zwischen den Extremen. Zwischen dem günstigsten Liter Super E10 in Baden-Württemberg und dem teuersten in Hessen liegen rund neun Cent. Beim Diesel trennen Berlin und Hessen immerhin noch etwa fünf Cent je Liter. Auch Nordrhein-Westfalen zählt zu den teureren Regionen und folgt bei beiden Sorten direkt hinter Hessen, mit 2,221 Euro beim Diesel und 2,095 Euro beim Super E10.
Unabhängig vom Bundesland lohnt sich für Sparfüchse ein Blick auf die Uhr. Der ADAC rät, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken, denn zu diesem Zeitpunkt sind die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten. Pünktlich zur Mittagsstunde ziehen sie dann kräftig an und sinken erst im weiteren Verlauf wieder langsam ab.
Hilfe bei der Suche nach einer preiswerten Zapfsäule verspricht die App „ADAC Drive“, die rund um die Uhr die aktuellen Spritpreise in Deutschland vergleicht. Eine neu eingeführte Spritpreisampel zeigt zudem auf einen Blick, wo in der Nähe am günstigsten und wo am teuersten getankt wird.
Grundlage der Untersuchung sind die Preisdaten von mehr als 14.000 Tankstellen, die bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe erfasst und den 16 Bundesländern zugeordnet wurden. Die ermittelten Werte sind allerdings nur eine Momentaufnahme vom 20. Oktober 2026 um 11 Uhr und können sich bereits wenige Stunden später wieder verschoben haben.



















