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Schon früh am Morgen herrschte lebhaftes Treiben im Tagungsraum in Homburg: Aus Kliniken, Praxen und Rettungsdiensten waren Fachkräfte angereist, um beim NeoPädXpert-Symposium über die Zukunft der Kinder- und Jugendmedizin zu sprechen. Im Mittelpunkt stand nicht ein einzelnes Thema, sondern die Art und Weise, wie moderne Medizin funktioniert – gemeinsam, vernetzt und über Berufsgrenzen hinweg.

Das Symposium rückte besonders die Versorgung von Früh- und Neugeborenen sowie von kritisch kranken Kindern und Jugendlichen in den Fokus. Ärzte, Pflegefachkräfte, Hebammen, Rettungsfachkräfte und weitere Berufsgruppen kamen zusammen, die im Alltag eng in der Behandlung dieser Patienten zusammenarbeiten. Schon nach kurzer Zeit wurde deutlich, wie sehr komplexe Behandlungsprozesse davon abhängen, dass alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander agieren.

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Erstmals fand NeoPädXpert in einem neuen, bewusst interaktiven Format statt. Verantwortlich für Konzeption und wissenschaftliche Leitung waren PD Dr. Erol Tutdibi, leitender Oberarzt der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie (Direktor: Prof. Dr. Michael Zemlin), sowie PD Dr. Nasenien Nourkami-Tutdibi, Oberärztin der neonatologischen und pädiatrischen Intensivstation. Beide machten deutlich, dass moderne Kinder- und Jugendmedizin nur als Teamleistung funktionieren kann und betonten, wie zentral ein gemeinsames Verständnis von Abläufen und Zielen für die Qualität der Versorgung ist.

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Entsprechend drehte sich der Tag um die Idee, dass Fortschritt dann entsteht, wenn verschiedene Fachdisziplinen und Professionen ihr Wissen konsequent zusammenbringen. Referenten aus unterschiedlichen Bereichen zeigten anhand praxisnaher Beispiele, wie standardisierte Abläufe und abgestimmte Prozesse den klinischen Alltag strukturieren und die Versorgung kritisch kranker Patienten in der Kinderheilkunde deutlich verbessern können. Dabei ging es nicht nur um medizinische Entscheidungen, sondern ebenso um Kommunikation und Rollenverständnis im Team.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Beiträge der Pflegefachkräfte. Ihre Darstellungen von Arbeitsabläufen, Belastungen, vorhandenen Ressourcen und ungenutzten Chancen sorgten für einen spürbaren Perspektivenwechsel. Sie machten deutlich, wie sehr interdisziplinäre und interprofessionelle Versorgung davon profitiert, wenn die Expertise der Pflege in allen Entscheidungsprozessen einbezogen wird. Viele Teilnehmer beschrieben diese Einblicke als bereichernd und richtungsweisend für den eigenen Berufsalltag.

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In Vorträgen, Diskussionsrunden und interaktiven Formaten wurde zudem diskutiert, wie neue Behandlungskonzepte, digitale Lösungen und moderne Medizintechnik sinnvoll verknüpft werden können. Industriepartner stellten Innovationen vor, die künftig dazu beitragen sollen, Abläufe zu erleichtern, Daten besser nutzbar zu machen und kritische Situationen schneller zu erkennen. Deutlich wurde, dass technische Entwicklungen ihren Mehrwert vor allem dann entfalten, wenn sie eng an den Bedürfnissen von Teams und Patient:innen ausgerichtet sind.

Organisiert wurde das Symposium mit Unterstützung des Fördervereins Kinderinsel Homburg e.V. Im Hintergrund sorgten Jenny Nguyen und Timo Calla mit umfangreicher Vorbereitung dafür, dass der Rahmen für einen offenen und konstruktiven Austausch stimmte. Die Teilnehmenden nutzten Pausen und Gesprächsrunden intensiv, um Erfahrungen zu teilen, Netzwerke zu knüpfen und gemeinsame Ansätze für die tägliche Praxis zu diskutieren.

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Am Ende des Tages stand eine klare, gemeinsame Erkenntnis: Vernetztes Denken schafft Fortschritt. NeoPädXpert machte deutlich, dass ein echter interdisziplinärer und interprofessioneller Dialog zwischen Ärzten, Pflegefachkräften, Hebammen und Notfallteams eine zentrale Voraussetzung dafür ist, die Versorgung von Früh- und Neugeborenen sowie von kritisch kranken Kindern und Jugendlichen dauerhaft weiterzuentwickeln. Das Symposium in Homburg zeigte, wie stark dieser Dialog sein kann, wenn alle Berufsgruppen auf Augenhöhe zusammenkommen.

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