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32 Prozent der Betriebe mit Betriebsärzten haben ihren Beschäftigten im August 2021 Impfungen gegen Covid-19 angeboten, nur 4 Prozent planen dies noch zu tun. Dieser geringe Anteil erklärt sich vor allem dadurch, dass 46 Prozent der Beschäftigten bereits ein Impfangebot bekommen hatten. Das zeigt eine zwischen dem 2. und 17. August durchgeführte repräsentative Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Im Vergleich zur letzten Befragung im Juni ist der Anteil der Betriebe mit Betriebsärzten, die Impfangebote machen, um 4 Prozent gestiegen. „Dieser auf den ersten Blick geringe Anstieg ergibt sich unter anderem aus der hohen Zahl an Beschäftigten, die in der Zwischenzeit bereits geimpft wurden“, erklärt Bernd Fitzenberger, Direktor des IAB. 98 Prozent der Betriebe, die ihren Beschäftigten aktuell kein Impfangebot machen, geben als Grund an, dass bereits eine Vielzahl der Beschäftigten geimpft ist.

Vor allem größere Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten bieten Impfungen durch Betriebsärzte an. In dieser Gruppe machen aktuell 61 Prozent der Betriebe den Beschäftigten ein Impfangebot. Demgegenüber bietet jeder vierte Kleinstbetrieb mit bis zu 9 Beschäftigten und jeder dritte Betrieb mit 10 bis 49 Beschäftigten Impfungen an. Die geringere Verbreitung bei kleineren Betrieben hängt auch damit zusammen, dass diese Betriebe oft keine festen Betriebsärzte haben und mitunter nur eingeschränkt auf externe betriebsärztliche Leistungen zurückgreifen können.

Schaut man auf die verschiedenen Branchen, zeigt sich, dass im Baugewerbe sowie im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen derzeit vergleichsweise wenig Impfungen angeboten werden. „Das liegt vor allem daran, dass Beschäftigte in systemrelevanten Berufen, zu denen auch das Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen gehört, frühzeitig ein Impfangebot erhielten“, so Fitzenberger. Überdurchschnittlich häufig bieten dagegen aktuell Betriebe im Bereich Verkehr und Lagerei Impfungen an.

Im Rahmen der IAB-Studie „Betriebe in der Covid-19-Krise“ werden seit August 2020 in regelmäßigen Abständen etwa 1.500 bis 2.000 Betriebe der Privatwirtschaft dazu befragt, wie sich die Covid-19-Pandemie auf verschiedene Bereiche ihrer Geschäftstätigkeit auswirkt. Die Befragungsstichprobe ist repräsentativ für die privatwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich bin auch im AMZ Saar geimpft worden. Habe zwar ein Impf-Angebot bekommen, hätte aber länger warten müssen. Und außerdem gab es in Lebach nur noch den Moderna Impfstoff. Habe den BionTech im AMZ erhalten. Dieses ist ja in Dudweiler, da konnte ich auch vorne dran problemlos parken, ohne Mondpreise zu bezahlen.

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