Ein Aufsteiger, der in seiner ersten Bundesliga-Saison mit zwei Siegen aus zwei Spielen für Furore sorgt, empfängt den 35-maligen deutschen Meister: Am Sonntag, 13. September, gastiert der FC Bayern München in der URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde. Anpfiff ist um 17.30 Uhr, DAZN überträgt live. Für die SV Elversberg ist dieses Duell das bislang größte Kapitel ihrer noch jungen Erstliga-Geschichte.
Der Rekordmeister reist als amtierender Doublesieger an die Kaiserlinde – ein Kontrast, der die Ausgangslage kaum deutlicher machen könnte. Auf der einen Seite ein Klub mit unzähligen Titeln, auf der anderen ein Team, das sich seinen Platz im Oberhaus gerade erst erkämpft hat und mit einem Traumstart aufhorchen lässt.
Eine gute Nachricht gab es für die SVE bereits vor dem Anpfiff: Cheftrainer Vincent Wagner darf sein Team am Sonntag doch von der Seitenlinie aus betreuen. Die ursprünglich angesetzte Sperre nach der Gelb-Roten Karte beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach ist aufgehoben. Das DFB-Sportgericht kam bei der mündlichen Verhandlung am Freitag in Frankfurt zu dem Schluss, dass der Wahrnehmung der Situation, die zum Platzverweis führte, ein Irrtum zugrunde lag. Damit wurde die Sperre revidiert.
An seiner grundsätzlichen Herangehensweise will das Team trotz des prominenten Gegners nichts ändern. „Die Jungs sollen Spaß haben, sollen mutig sein, aber wir brauchen vor allem gegen den Ball eine gewisse Konstanz. Wir haben unsere Lehren aus den ersten beiden Spielen gezogen“, sagt Co-Trainer Pascal Bieler. Die Marschroute lautet also: an der eigenen Spielidee festhalten, aber defensiv stabiler auftreten.
Einen wichtigen Faktor sieht Bieler in der Kulisse an der Kaiserlinde. „Ich bin davon überzeugt, dass die Fans, das gesamte Umfeld voll hinter uns stehen und Lust auf ein tolles Spiel haben“, betont der Co-Trainer. Diese Energie wolle die Mannschaft mit auf den Platz nehmen: „Das alles wollen wir mit auf den Platz transportieren und ein gutes Spiel machen.“
Personell kann die SVE nach aktuellem Stand auf denselben Kader zurückgreifen wie zuletzt. Damit geht der Aufsteiger ohne Umbau und mit dem Rückenwind zweier Siege in eine Partie, die für die Elversberger Bundesliga-Geschichte schon jetzt einen besonderen Stellenwert hat.




















