Wer in Dudweiler auf den Bus wartet, kommt künftig deutlich leichter voran: Die Haltestelle „Sudstraße“ ist nun barrierefrei nutzbar. Mobilitätsministerin Petra Berg überreichte dem Baudezernenten der Landeshauptstadt Saarbrücken, Patrick Berberich, dafür am 13. August einen Förderscheck über rund 196.200 Euro.
Der Umbau betrifft beide Fahrtrichtungen. Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung können den Busverkehr an diesem Punkt nun selbstständig und sicher nutzen. Eine neu eingerichtete Querungshilfe sorgt dafür, dass auch mobilitäts- und seheingeschränkte Fahrgäste sicher auf die gegenüberliegende Fahrbahnseite gelangen.
Für Berg ist das kein Detail am Rande, sondern eine Frage der gesellschaftlichen Teilhabe. „Mobilität ist ein Grundbedürfnis und eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe“, betonte die Ministerin. Ziel sei es, möglichst vielen Menschen einen selbstbestimmten Zugang zum öffentlichen Nahverkehr zu ermöglichen – „egal ob sie im Rollstuhl, mit dem Rollator, dem Langstock oder dem Kinderwagen unterwegs sind“.
Die Ministerin verwies zugleich auf die Dimension hinter dem einzelnen Projekt. Rund 8,6 Millionen Euro habe das Land bereits saarlandweit in barrierefreie Haltestellen investiert, weitere Vorhaben würden derzeit bearbeitet. Gerade die „Sudstraße“ sei ein zentraler Punkt, weil sie den Zugang zum örtlichen Einzelhandel eröffne und eine gute Anbindung an die Landeshauptstadt biete.
Konkret verbergen sich hinter der Förderung mehrere bauliche Eingriffe. Neue Hochborde ermöglichen inzwischen einen niveaugleichen Einstieg in den Bus. Um eine gradlinige Anfahrt sicherzustellen, wurde die Linienführung in Richtung Sulzbach geringfügig angepasst. Hinzu kommt die Querungshilfe samt taktilem Leitsystem für sehbeeinträchtigte Fahrgäste.
Getragen wird das Vorhaben über die Richtlinie für Nachhaltige Mobilität, kurz NMOB. Das Mobilitätsministerium übernimmt darüber 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Diese belaufen sich auf 218.000 Euro, woraus sich die Fördersumme von 196.200 Euro ergibt. Weiterführende Informationen zur Förderung der Barrierefreiheit im Nahverkehr stellt das Ministerium unter www.saarland.de/nmob bereit.



















