Nach drei Spieltagen steht Aufsteiger TV Homburg mit einem 30:30 bei Interaktiv Düsseldorf-Ratingen und damit einem Punkt auf dem drittletzten Tabellenplatz. Schlusslicht TSG Haßloch wartet nach drei Niederlagen noch auf den ersten Zähler. An diesem Samstag treffen beide Mannschaften ab 19.30 Uhr im Sportzentrum Haßloch im Kellerduell der 3. Handball-Bundesliga Süd/West aufeinander.
Für beide Teams ist es eine richtungsweisende Partie, die für den weiteren Saisonverlauf von Bedeutung sein könnte. Homburgs Trainer Pedro Viera möchte dem Spiel dennoch nicht zu viel Gewicht geben: „Jedes Spiel ist wichtig für den weiteren Saisonverlauf. Klar wäre es schön, wenn wir in Haßloch, zumal bei einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, den ersten Sieg holen könnten. Aber vorentscheidend ist auch dieses Spiel nicht – wir sind erst am vierten Spieltag.“
Die Chancen auf den ersten Erfolg sieht Viera durchaus gegeben. Er fordert von seiner Mannschaft eine ähnliche Leistung wie beim Auswärtsspiel in Düsseldorf-Ratingen. „Wir müssen wieder mit Tempo und schnellen Gegenstößen auftreten.“ Die TSG Haßloch dürfe man keinesfalls an den bisherigen drei Niederlagen messen: „Sie haben eine gute, spielstarke Mannschaft mit einigen Spielern, auf die wir besonders achten müssen.“ Besonders die Rückraumachse mit Niklas Glindemann (links), Yannick Treiber (Mitte) und Niklas Klein (rechts) müsse seine Abwehr in den Griff bekommen.
„Die hohe Zahl an Ballverlusten und Fehlwürfen – 25 an der Zahl – aus dem verlorenen Heimspiel gegen Friesenheim-Hochdorf darf sich nicht wiederholen, wenn wir etwas mitnehmen wollen“, mahnt der Portugiese. Auch die technischen Fehler gelte es deutlich zu reduzieren. „Auch wenn Haßloch seine bisherigen Spiele verloren hat, muss man den Gegner in eigener Halle sehr ernst nehmen“, so Viera, der hofft, dass sich seine Mannschaft auf ihr Spiel konzentrieren kann, um mit zwei Punkten im Gepäck ins Saarland zurückzukehren.
Bei der TSG Haßloch ist nach turbulenten Wochen inzwischen etwas Ruhe eingekehrt. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung mit internen Differenzen zwischen Spielern und Cheftrainer Leo Vuletic verlor Haßloch zunächst klar mit 25:41 bei der HSG Rodgau Nieder-Roden und anschließend das erste Heimspiel gegen Melsungen II mit 26:30. Danach trat Vuletic überraschend zurück. Sportleiter Kevin Seelos übernahm daraufhin interimsweise das Traineramt, konnte aber auch die dritte Niederlage nicht verhindern. Am vergangenen Spieltag unterlag Haßloch beim TuS Opladen knapp mit 28:29.
Zu den sportlich schwachen Ergebnissen kommen vor dem Duell mit Homburg auch personelle Sorgen. Mit Julius Herbert (Knochenmarksödem) fällt ein wichtiger Spieler aus, Noa Zeimet ist fraglich, und auch Niklas Klein ist erkrankt. Damit fehlen mehrere zentrale Optionen.
Aus Homburger Sicht interessant: Rückraumspieler Robin von Lauppert, der während der Vorbereitung mehrere Wochen bei der TSG Haßloch trainiert hatte, wechselte am Ende doch zum TV Homburg. „Es wird spannend zu sehen, wie er sich in diesem Spiel präsentiert – und ob Haßloch ihm besondere Aufmerksamkeit schenkt“, heißt es im Umfeld.
Die Gastgeber kündigten an: „Wir wollen alles unternehmen, um den ersten Sieg zu holen.“ Doch auch der TV Homburg reist mit dem klaren Ziel nach Haßloch, endlich den ersten Saisonsieg in der 3. Liga Süd/West zu feiern.



















