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Wenn der FC 08 Homburg am heutigen Samstag um 14 Uhr den TSV Steinbach Haiger im Waldstadion empfängt, wartet auf die Grün-Weißen ein echter Härtetest. Das 2:2 beim Flutlichtspiel in Offenbach hat zwar gezeigt, dass die Mannschaft Moral besitzt und nach Rückschlägen zurückkommen kann – doch im Umfeld überwiegt nach wie vor die Skepsis. Acht Punkte aus sechs Spielen sind bei weitem nicht das, was viele sich vom ambitionierten Kader versprochen haben.

Was insbesondere den schwankenden Leistungen innerhalb der 90 Minuten geschuldet ist. Gerade deshalb richtet sich der Blick gespannt auf das Duell mit dem Tabellenzweiten. Nico Jörg, der mit zwei Toren und einer Vorlage gut in die Saison gestartet ist, weiß um die Notwendigkeit von Konstanz: „Ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir diesmal nicht zwei Gesichter zeigen in den Halbzeiten. Gegen Steinbach oder generell gegen gute Gegner reichen 45 Minuten nicht. Da müssen wir über 90 Minuten die Konzentration hochhalten und ein ordentliches Spiel abliefern.“

Auch Trainer Roland Seitz warnt vor der Stärke des Gegners – und fordert zugleich ein klares Signal seiner Mannschaft. „Steinbach hat jedes Jahr eine sehr gute Mannschaft, große Ziele und eine eingespielte Truppe, die weiß, was zu tun ist. Aber wir spielen zuhause. Wir haben die Möglichkeit, mit einem Dreier ins obere Drittel vorzurücken. Das sollte unser Anspruch sein.“

Personell entspannt sich die Lage leicht. Kapitän Mart Ristl ist nach muskulären Problemen wieder ins Training eingestiegen, über seinen Einsatz wird kurzfristig entschieden. Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Hilal El-Helweund Michael Heilig.

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Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Defensive. Im Schnitt zwei Gegentore pro Partie sind für die eigenen Ansprüche deutlich zu viel. Seitz spricht das offen an: „Da brauchen wir nicht um den heißen Brei herumreden. Das sind hochgerechnet 68 Gegentore in einer Saison – das ist Platz 12 bis 18. Das ist zu viel.“ Für ihn ist klar: „Wir haben erfahrene Spieler wie Steinhart oder Röseler, die das Niveau haben. Aber aktuell passieren zu viele individuelle Fehler. Jeder Einzelne muss das abstellen – sonst wird es schwer, sich nach oben zu orientieren.“

Ein wichtiges Puzzleteil wird hier Neuzugang Steffen Nkansah sein. Der Innenverteidiger könnte der oftmals wackeligen Defensivreihe zusätzliche Stabilität verleihen, im Verbund mit Nils Röseler mehr Struktur bringen. Allerdings ist fraglich, ob ein Einsatz über volle 90 Minuten mit Blick auf die zurückliegende Verletzung noch zu früh ist. Fakt ist aber: Die Grün-Weißen kassieren zu viele Gegentore, bringen durch individuelle Fehler den Gegner immer wieder ins Spiel – und sich selbst um wichtige Punkte.

Die Gäste reisen mit Selbstbewusstsein an. Nach vier Siegen in Serie musste Steinbach am vergangenen Wochenende mit einem späten 0:1 gegen die Stuttgarter Kickers die erste Saisonniederlage hinnehmen. Mit 14 Treffern zählt der TSV zu den offensivstärksten Teams der Liga, angeführt von Torschütze Michael Guthörl sowie Serkan Firat und Ertan Hajdaraj. Die Bilanz zwischen beiden Clubs ist nahezu ausgeglichen. In der vergangenen Saison trennten sich die Teams zweimal unentschieden, zuletzt gab es für den FCH im November 2023 einen klaren 3:0-Heimsieg. Daran wollen die Homburger nun anknüpfen – auch wenn der Respekt vor dem Gegner groß ist.

„Wir dürfen uns von den Ergebnissen der letzten Wochen nicht täuschen lassen“, mahnt Seitz. „Steinbach ist ein harter Brocken. Aber wir haben eine gute Truppe, die jeden schlagen kann. Jetzt liegt es an uns, die Heimstärke auszuspielen und die Fans wieder auf unsere Seite zu ziehen.“

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