Symbolbild

Berlin (ots) – „Sichere Schlagzeilen im Überbietungswettbewerb der Ministerpräsidenten rechtfertigen keineswegs, dass die überaus erfolgreichen Anstrengungen zum Schutz pflegebedürftiger Menschen ins Belieben jedes Einzelnen gestellt werden.“

Mit diesen Zeilen kritisiert die bpa den Plan zur Aufhebung der Corona-bedingten Maßnahmen in Thüringen durch Bodo Ramelow (LINKE). Und weiter: „Wer nun wie Herr Ramelow als thüringischer Ministerpräsident bindende Schutzvorschriften durch Appelle an die Vernunft ablösen will, ignoriert die besondere Gefährdung der pflegebedürftigen Menschen und sendet das absolut falsche Signal an deren Angehörige. Dass schon ein einziger Kirchenbesuch zu erheblich höheren Infektionsraten als in jedem Pflegeheim führen kann, ist alles andere als ein Grund zur Entwarnung.“

bpa-Präsident Bernd Meurer: „Mit Abstand, umfangreichen Hygienekonzepten und einer schnellen flächendeckenden Ausstattung unserer Mitgliedsbetriebe mit der notwendigen zusätzlichen Schutzkleidung haben wir überaus erfolgreich die von einer Infektion besonders gefährdete Gruppe der pflegebedürftigen Menschen schützen können. Der Verzicht auf bindende Vorschriften ist auch mit Blick auf die notwendige Akzeptanz der momentanen Schutzmaßnahmen bei den Beschäftigten ein aus pflegerischer Sicht falscher Weg. Die Erfolge der Pandemiebekämpfung dürfen in Thüringen nicht Opfer des politischen Kalküls werden.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze. Die Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

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