Im Advent rückt ein Hof im Nordsaarland besonders in den Fokus: Balu’s Arche L(i)ebenswert in Bardenbach wird in diesem Jahr Teil einer bundesweiten Spendenaktion, mit der Lebenshöfe unterstützt werden, die ehemaligen Nutztieren ein dauerhaftes Zuhause geben. Am 7. Dezember erhält der Hof im Landkreis Merzig-Wadern 2.500 Euro von der ANINOVA-Stiftung.
Die Aktion trägt den Titel „24 Lebenshöfe im Advent“ und läuft vom 1. bis 24. Dezember. An jedem Tag im Advent wird ein anderer Lebenshof mit 2.500 Euro bedacht. Insgesamt stellt die Stiftung damit 60.000 Euro bereit. Die teilnehmenden Höfe nehmen Tiere auf, die aus schlechter Haltung oder direkt aus der Tierindustrie stammen und dort kein Leben mehr hätten. Auf den Höfen finden sie einen Ort, an dem sie bleiben können.
Begleitet wird die Adventsaktion über Instagram. Dort ist täglich zu sehen, wie die Lebenshöfe ein Adventspaket öffnen. Die Stiftung will damit nicht nur die finanzielle Hilfe sichtbar machen, sondern auch den Alltag auf den Höfen und die dort geleistete Arbeit. Ziel ist es nach eigenen Angaben, die Lebenshöfe und ihre Arbeit für die Tiere stärker in die Öffentlichkeit zu rücken und das Bewusstsein für ethische Verantwortung gegenüber Tieren sowie für eine vegane Lebensweise zu schärfen.
„Jeder teilnehmende Lebenshof steht für eine Welt, in der Tiere nicht länger Produktionszwecken dienen, sondern als eigenständige Lebewesen mit Wert anerkannt werden. Mit der Adventsaktion macht die ANINOVA-Stiftung diese Höfe sichtbar und dankt ihnen für ihre Arbeit für die Freiheit aller Tiere“, erzählt Ada Brandt, Projektmanagerin für die finanzielle Förderung von Lebenshöfen bei der ANINOVA-Stiftung.
Die Stiftung beschreibt Lebenshöfe als Orte der Hoffnung für Tiere, die aus einem Leben in Massentierhaltung voller Leid und Ausbeutung gerettet wurden. Auf den Höfen erhalten sie ein dauerhaftes Zuhause, in dem ihre Bedürfnisse respektiert werden und sie frei von Ausbeutung leben können. Gerade in der Winterzeit seien die Einrichtungen besonders auf Unterstützung angewiesen, da die Kosten für Futter, Stroh, tierärztliche Versorgung und Energie hoch ausfallen. Der reale Bedarf gehe dabei über die Spenden der Adventsaktion hinaus.
An der Aktion „24 Lebenshöfe im Advent“ beteiligen sich in diesem Jahr 24 Höfe aus mehreren Bundesländern. Neben Balu’s Arche L(i)ebenswert in Bardenbach stehen unter anderem Peaceful Place e.V. in Kleve (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein), Land of Healing in Schneverdingen (Landkreis Heidekreis, Niedersachsen), Burg Nagezahn in Werneuchen (Landkreis Barnim, Brandenburg) und der Erdlingshof in Kollnburg (Landkreis Regen, Bayern) auf der Liste. Ebenfalls dabei sind unter anderem Tati’s Farm in Walshausen (Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz), der Lebenshof LiPaiO e.V. in Oeschebüttel (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein), Ralphy’s Ranch in Frankfurt am Main, Kuhtopia e.V. in Petting (Landkreis Traunstein, Bayern) und Federbande e.V. in Kappel-Grafenhausen (Ortenaukreis, Baden-Württemberg).
Weitere teilnehmende Einrichtungen sind der Lebenshof Anna e.V. in Bonn, Papillon an der deutsch-französischen Grenze, ddao Tierschutz e.V. mit dem Lebenshof Wilder Spreewalder in Brandenburg, der Lebenshof Storchennest in Kurzen Techow (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern) und der Lebenshof ein bisschen Wärme in Kirchberg im Hunsrück (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz). Hinzu kommen Melief Animal Sanctuary in Sögel (Landkreis Emsland, Niedersachsen), Hof LebensMuht in Walbeck (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt), die Sentana Stiftung in Bielefeld, Notpfote Animal Rescue e.V. in Neuss (Rhein-Kreis Neuss) und die MonRo Ranch in Mönchengladbach.
Abgerundet wird die Liste durch Kuku’s Garden mit Vereinssitz in Köln und einem Lebenshof unter anderem in Portugal, den Lebenshof Hohenwart e.V. in Fuchstal (Landkreis Landsberg am Lech, Bayern), Glücksrinder in Schmiedefeld/Großharthau (Landkreis Bautzen, Sachsen) sowie Federherz e.V. in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen).
Die ANINOVA-Stiftung mit Sitz in Sankt Augustin engagiert sich nach eigener Darstellung seit ihrer Gründung für Tiere, die aus der Massentierhaltung gerettet wurden, und für ihre Rechte. Sie setzt sich für Veganismus und die Förderung von Lebenshöfen ein. Unterstützt werden Projekte, die Tiere konsequent vor Ausbeutung schützen. Gleichzeitig will die Stiftung die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, „dass jedes Tier – ob Schwein, Rind, Huhn, Schaf oder Pute – ein fühlendes Lebewesen mit eigenem Wert ist und keine Produktionsmaschine“. Mit der Adventsaktion „24 Lebenshöfe im Advent“ will die Stiftung ein Zeichen setzen, konkrete Hilfe leisten und die Rolle der Lebenshöfe im gesellschaftlichen Diskurs stärken.




















