Symbolbild
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Der Preisdruck bei den sogenannten Innovationsausschreibungen für erneuerbare Energien hält an. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, sind die Zuschlagswerte in der aktuellen Runde zum 1. September 2026 erneut gesunken – ein deutliches Zeichen dafür, wie hart der Wettbewerb in diesem Segment mittlerweile geführt wird.

„Die Innovationsausschreibung ist erneut von einem hohen Wettbewerbsniveau geprägt. Dies spiegelt sich in fallenden Zuschlagswerten wider“, erklärte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Zugleich benannte er die Kehrseite der jüngsten Bilanz: „Die Biomethanausschreibung hingegen erfährt nach wie vor geringes Bieterinteresse.“

Das Bild der beiden Verfahren könnte kaum unterschiedlicher ausfallen. Bei der Innovationsausschreibung standen 475 Megawatt zur Vergabe. Eingereicht wurden 53 Gebote über insgesamt 678 Megawatt – die Ausschreibung war damit klar überzeichnet. Am Ende erhielten 32 Gebote mit zusammen 480 Megawatt den Zuschlag, vier Angebote schloss die Behörde vom Verfahren aus.

Bemerkenswert ist die technische Ausrichtung: Sämtliche bezuschlagten Mengen entfielen auf Kombinationen aus Solaranlagen und Speichern. Die Gebotswerte bewegten sich zwischen 4,50 und 5,40 Cent pro Kilowattstunde. Im mengengewichteten Durchschnitt lag der Zuschlagswert bei 5,14 Cent und damit unter den 5,34 Cent der vorangegangenen Runde.

Geografisch verteilte sich das Volumen sehr ungleich. Den Löwenanteil sicherten sich Standorte in Bayern mit 177 Megawatt und zwölf Zuschlägen. Deutlich abgeschlagen folgten Brandenburg mit 94 Megawatt und vier Zuschlägen sowie Nordrhein-Westfalen mit 48 Megawatt, ebenfalls bei vier Zuschlägen.

Ganz anders verlief die Biomethanausschreibung, die weiterhin unter mangelnder Beteiligung leidet. Ausgeschrieben waren 21 Megawatt, doch es gingen lediglich drei Gebote über zusammen 6 Megawatt ein. Die Runde blieb somit deutlich unterzeichnet. Alle drei Angebote bekamen den Zuschlag, keines wurde ausgeschlossen.

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Die ermittelten Zuschlagswerte lagen hier eng beieinander, zwischen 23,07 und 23,13 Cent pro Kilowattstunde. Mit einem mengengewichteten Durchschnitt von 23,12 Cent bewegte sich das Ergebnis nur knapp unter dem festgelegten Höchstwert von 23,13 Cent – ein weiteres Indiz dafür, dass in diesem Bereich kaum wettbewerblicher Spielraum entsteht. Weiterführende Informationen zu den kommenden Gebotsterminen stellt die Bundesnetzagentur auf ihrer Internetseite bereit.

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