Im vollbesetzten Ratssaal der Gemeinde Kirkel fand gestern eine Informationsveranstaltung zum Biosphärenfest 2016 statt. Dieses findet in diesem Jahr im Ortsteil Limbach statt. Aufgerufen waren alle Anwohner und interessierten Vereine, die sich an der Gestaltung des Tages beteiligen wollen.

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Ein Teil der Teilnehmer kommt dabei zunächst aus dem gesamten Biosphärenreservat und stellt Produkte oder handwerkliche Erzeugnisse aus der Region aus. Die zweite Hälfte wird von den örtlichen Vereinen, Geschäften und Gruppen gebildet. „Das Fest ist damit für alle Gäste ein Schaufenster in die Biosphäre.“ erklärt Pia Schramm, die an diesem Abend von Seiten des Biosphärenzweckverbandes die Hintergründe erläuterte. Das Erfolgsrezept der Veranstaltung, und das wurde in dem Vortrag von Schramm deutlich, ist die immer wieder wechselnde Location, die Regionalität und familiäre Atmosphäre.

Begonnen hat alles im Jahre 2004, damals noch in kleinerem Rahmen, in Hassel auf dem Hof Hofscheid. Erst mit dem Fest 2007 am Standort Auersmacher nahm die Veranstaltung größere Ausmaße an und umfasste ganze Straßenzüge. Kirkel war schon einmal organisatorisch mit der Veranstaltung betraut: in 2009 war die Kirkeler Burg Gastgeber des Festes und durch die damals erteilte Unesco-Anerkennung ein wichtiger Meilenstein für die Biosphäre. Im letzten Jahr fand die Veranstaltung in Ormesheim statt und war auch dort wieder ein voller Erfolg.

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Dass ein Biosphärenfest keine Veranstaltung wie jede andere ist, zeigt sich nicht nur durch die wechselnden Örtlichkeiten: Der Zweckverband hat Richtlinien und einen Kriterienkatalog für die Teilnahme herausgegeben. Schließlich sollen sich die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität inhaltlich auch bei den beteiligten Gruppen und Institutionen widerspiegeln. Bei der gastronomischen Versorgung achten die Veranstalter zum Beispiel auf einen heimatlichen Bezug der verkauften Waren. Dadurch sollen die Vorzüge von regionalen Produkten gezeigt werden. Die musikalische Gestaltung wird traditionell durch ortsansässigen Gruppen und Bands geleistet. Für Kinder und Jugendliche ist nach aktuellem Stand eine „Kinderfestmeile“ Bestandteil der Planungen. Die Richtlinien haben einen einfachen Hintergrund, erklärt Schramm: „Das Biosphärenfest 2016 wird ihre Handschrift tragen.“ und soll damit auch Aushängeschild für den Ortsteil Limbach sein.

Neben Hilfestellung beim Bezug von regionalen Produkten und der allgemeinen Organisation, stellt der Biosphärenzweckverband zahlreiche Werbemittel zur Verfügung: 12.000 Informationsblätter, 300 Plakate und 10 Spannbanner werden verteilt und sollen das Biosphärenfest 2016 zu einem Erfolg werden lassen. Das Amt für Kultur und Tourismus der Gemeinde Kirkel setzt sich ergänzend mit den allgemeinen Rahmenbedingungen auseinander. So wurde der Festbereich definiert, der einen Großteil der Hauptstraße umfasst.

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Das Rahmenprogramm wird federführend durch das Amt für Kultur und Tourismus organisiert. Auch das Verkehrskonzept wird hier geplant. Um eine geordnete An- und Abreise zu gewährleisten, wird zur Zeit über einen Bus-Pendelverkehr von den möglichen Parkbereichen „Am Zunderbaum“ und dem ehemaligen Praktiker-Gelände verhandelt. Anwohner sollen nach Wunsch der Gemeindeverwaltung auf dem Limbacher Festplatz parken. Auf eine allgemeine Standmiete wird, an sich unüblich bei solchen Groß-Veranstaltungen, verzichtet. Auch Energiekosten werden wie in der Vergangenheit durch die Kommune übernommen.

Dass das Biosphärenfest 2016 auch auf positiven Rückhalt aus der Bevölkerung zählen kann, zeigten die Nachfragen aus dem Publikum: hier ging es vornehmlich um die Einbindung weiterer Flächen in den Festbereich, wie zum Beispiel das Limbacher JUZ oder auch die Integration des Storchennest. Auch Anwohner möchten sich mit eigenen Ständen und die Gewerbetreibenden mit einem verkaufsoffenen Sonntag beteiligen. Alle Anregungen und Vorschläge wurden von den Vertretern der Stadt in die Überlegungen aufgenommen.

Anmeldeschluss für die Teilnahme ist der 24.März 2016. Im Anschluss soll es nach Überzeugung der Verantwortlichen auch wieder ein Folgetreffen mit allen Teilnehmern geben.

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