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„Nach unseren Ergebnissen ist es für rund 77 Prozent der Befragten wichtig, dass die verwendeten Produkte nicht der Umwelt schaden. Die Mehrheit – 64 Prozent – berücksichtigt mögliche Umweltauswirkungen ihrer Handlungen beim Kauf“, führt der Handelsexperte weiter aus. Knapp 55 Prozent der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer gaben an, Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, um dadurch umweltfreundlichere Maßnahmen zu fördern. „Dass viele Konsumentscheidungen auch in Corona-Zeiten signifikant von Nachhaltigkeit getrieben sind, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass fast 67 Prozent der Befragten angeben, künftig nachhaltigere Produkte beim Kauf zu bevorzugen, auch wenn sie dafür mehr bezahlen müssen“, sagt Popp.

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Bemerkenswert sei auch, dass Covid-19 offenbar das Interesse der Konsumenten an regionalen Produkten fördere. „Im Vergleich zu Zeiten vor Corona sind mehr Kundinnen und Kunden an der Herkunft der Produkte interessiert – immerhin knapp die Hälfte aller Befragten. Rund 44 Prozent gaben zudem an, dass die Corona-Pandemie dazu geführt hat, dass sie bereit sind, für regionale Produkte mehr zu zahlen“, sagt Bastian Popp.
Die Ergebnisse der Saarbrücker Handelsexperten weisen allerdings auch darauf hin, dass die Corona-Pandemie nur bedingt zu nachhaltigerem Verhalten der Verbraucher führt. „Nur rund 34 Prozent der Befragten informieren sich derzeit stärker als zuvor über die Umweltbelastung von Produkten und verzichten infolgedessen auf einen Kauf“, sagt Doktorand Patrick Klein, der zur Nachhaltigkeit im Handel an der Saar-Uni promoviert.

Die von Regierung und Händlern getroffenen Corona-Schutzmaßnahmen empfinden die Konsumenten laut der Studie größtenteils als nachhaltig im ökologischen Sinne. „Am Nachhaltigsten im Sinne der Umwelt stufen die Verbraucherinnen und Verbraucher die Abstandsregelungen ein, gefolgt von der Begrenzung der Personenzahl in Ladengeschäften. Während sie den Einsatz von Desinfektionsmitteln und Maskenpflicht noch eher positiv für die ökologische Nachhaltigkeit bewerten, sehen sie Einweghandschuhe eher kritisch“, erklärt Patrick Klein. „Alles in allem gehen die Konsumenten langfristig von einem positiven Corona-Effekt auf die Umwelt aus, der etwa durch eine Verringerung der Emissionen und des Flugverkehrs zustande kommt. Auch die Erhöhung des Müllaufkommens kann diese Einschätzung nicht trüben“, sagt Patrick Klein.

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Weitere Informationen zur Studie auf der Internetseite des
Instituts für Handel & Internationales Marketing: www.hima.uni-saarland.de

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