„Eine smarte Stadt oder Region muss die Digitalisierung am Menschen ausrichten und gemeinwohlorientiert nutzen, um Lebensräume sozial ausgeglichen, ökologisch verantwortlich, wirtschaftlich stabil, schön und lebenswert zu gestalten“, fordert Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes, beim AK-Transformationsdialog „Smart City“ am vergangenen Mittwoch.

Dabei diskutierten Expertinnen mit Vertretern der saarländischen Politik, wie Digitalisierung dabei helfen kann, ländliche Gegenden attraktiv zu halten. Die Arbeitskammer bekräftigt außerdem die Forderung, den flächendeckenden Breitbandausbau zügiger voranzutreiben. Ein zentraler Punkt für die Arbeitskammer: „Arbeitnehmer*innen, Bürger*innen und zivilgesellschaftliche Akteure müssen bei der digitalen Ausgestaltung städtischer und ländlicher Strukturen gehört und in ihrer Rolle gestärkt werden. Dafür braucht es Offenheit, Transparenz und demokratische Partizipation. All das kann durch die Digitalisierung erreicht werden, wenn die Möglichkeiten, die diese bietet, auch genutzt werden“, sagt Thomas Otto.

AK-Transformationsdialog: Smart City (PDF)

Vor allem im ländlich geprägten Raum kann die Digitalisierung dazu beitragen, regionale Ungleichheiten zu verringern und neue Perspektiven für junge Familien und für ältere Generationen eröffnen. Facharzttermine per Videokonferenz, smarte bedarfsgerechte Mobilitätslösungen, mobiles Arbeiten und Studieren von zu Hause aus oder digitale Bürger- und Unternehmensservices statt weiter Wege zu Behörden können die Attraktivität ländlicher Regionen steigern. Grundvoraussetzung ist aber eine flächendeckende Breitbandversorgung. Trotz der Fortschritte beim Breitbandausbau gibt es im Saarland immer noch ein großes Stadt-Land-Gefälle laut Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Diese Schere muss endlich geschlossen werden. Eine smarte Stadt bzw. ein smartes Land bringt nichts, wenn die Menschen nicht daran teilhaben können“, so Otto abschließend.

 

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