Foto: Blieskasteler Schutzengelverein
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Mobilität ist für Jannik kein Luxus, sondern die Grundvoraussetzung für ein Leben, das über die eigenen vier Wände hinausreicht. Der 14-Jährige aus Neunkirchen sitzt seit seiner Geburt im Rollstuhl, und genau diese Teilhabe am Alltag hat der Blieskasteler Schutzengelverein nun mit einem Zuschuss von 20.000 Euro gesichert. Das Geld floss in einen neuwertigen Ford Custom Tourneo Independence mit Rollstuhlrampe im Heck.

Janniks Geschichte beginnt mit einer Hirnblutung kurz nach der Geburt. Die Folge ist eine dyskinetische bilaterale spastische Cerebralparese, eine Erkrankung, die ihm jede Feinmotorik und die Stabilität im Rumpf nimmt. Auf einen Rollstuhl ist der Junge deshalb dauerhaft angewiesen. Umso wichtiger sind für ihn die Wege, die ihn hinaus ins Leben führen: zu Ärzten und Therapeuten, aber auch zu Fußballspielen seines Lieblingsvereins SV Elversberg.

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Die Situation verschärfte sich vor einigen Monaten. In der Uniklinik Mannheim musste Jannik sich wegen einer extremen Skoliose einer großen Operation unterziehen, bei der die gesamte Wirbelsäule versteift wurde. Seither ist er auf den Transport in seinem E-Rollstuhl angewiesen. Das alte Auto reichte dafür schlicht nicht mehr aus. Gebraucht wurde ein umgebauter Bus mit genügend Ladevolumen, denn auf jeder Fahrt müssen zusätzliche Hilfsmittel mitgenommen werden.

Das passende Fahrzeug war schnell gefunden. Der Ford Custom Tourneo Independence, Baujahr 2025, mit nur wenigen Kilometern auf dem Tacho und der unverzichtbaren Rampe am Heck, schien wie zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Familie. Allein: Die Anschaffung war teuer, und die Familie konnte sie nicht vollständig aus eigener Kraft stemmen. Also wandte sie sich an den gemeinnützigen Blieskasteler Schutzengelverein.

Dort reagierte man ohne lange Wartezeiten. Innerhalb weniger Tage stellte der Verein die noch fehlenden 20.000 Euro bereit, sodass dem Kauf nichts mehr im Wege stand. Bei einem Besuch in der Geschäftsstelle am 1. Oktober 2026 bedankte sich die Familie persönlich. Jannik kam mit seinem Zwillingsbruder Jonas sowie seinen Eltern Melanie und Kevin, um die Dankbarkeit sichtbar zu machen.

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Für die Vorstandsmitglieder Klaus Port und Peter Geble war der Termin ein berührender Moment. Das neue Großraumfahrzeug erleichtert nicht nur die ohnehin herausfordernden Fahrten zu Klinik und Therapie, es öffnet der Familie auch wieder Räume für das Gewöhnliche: gemeinsame Ausflüge, Freizeit, Besuche bei Verwandten und Freunden. Der Verein sieht darin einen nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität und wünscht der Familie allzeit gute Fahrt. Sollte erneut Hilfe nötig werden, so die Zusage, stünden die Schutzengel wieder bereit.

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