Symbolbild
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Wer sich mit Straftaten bereichert, soll seine Beute künftig nicht mehr behalten dürfen: Das Saarland zieht im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität die Zügel an. Seit Anfang Oktober verfügt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken über eine eigene Spezialabteilung, die sich schwerpunktmäßig der Abschöpfung krimineller Gewinne widmet.

„Verbrechen lohnt sich nicht“, bringt es Justizstaatssekretär Dr. Jens Diener auf den Punkt. „Das ist die klare Botschaft, die wir senden. Wer glaubt, seine Beute sei in Sicherheit, irrt sich.“ Für ihn sei die Arbeit der neuen Einheit weit mehr als nur eine Randnotiz im Strafverfahren.

Möglich wurde die Aufstockung durch den im Doppelhaushalt 2026/2027 beschlossenen Personalzuwachs. Das Ziel dahinter ist zweigeteilt: Einerseits sollen Täter konsequent um ihre unrechtmäßig erworbenen Werte gebracht werden. Andererseits geht es darum, dass Geschädigte möglichst viel von ihrem verlorenen Geld zurückerhalten.

Um das zu erreichen, sollen illegal erlangte Vermögenswerte so früh wie möglich aufgespürt, gesichert und eingezogen werden. Doch die Aufgaben der Abteilung reichen weiter. Auch organisierte Formen der Schwarzarbeit und der Steuerhinterziehung stehen auf der Agenda der Ermittler.

Die Herausforderung liegt dabei zunehmend im Detail. Digitale Vermögenswerte und verschachtelte Firmenkonstruktionen verlangen nach spezialisiertem Fachwissen, das bislang über verschiedene Stellen verteilt war. Genau dieses Know-how bündelt die neue Abteilung nun unter einem Dach, um bei komplexen Fällen handlungsfähiger zu sein.

Für Diener ist dabei vor allem der Gedanke des Opferschutzes entscheidend. „Vermögensabschöpfung ist mehr als eine bloße Begleitmaßnahme zum Strafverfahren“, betont der Staatssekretär. Sie diene auch den Geschädigten, da die Erträge aus Straftaten an sie zurückfließen könnten. Mit der neuen Einheit werde die Staatsanwaltschaft insgesamt schlagkräftiger.

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