Symbolbild
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Der Akku ist leer, doch der Terminkalender füllt sich unaufhaltsam weiter. Für immer mehr Menschen in Deutschland ist dieser Zustand zur belastenden Normalität geworden. Eine repräsentative Umfrage der KKH Kaufmännischen Krankenkasse unter 1.005 Versicherten ab 18 Jahren zeichnet ein deutliches Bild: Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) empfindet heute stärkeren Stress als noch vor ein bis zwei Jahren.

Die Folgen dieser Dauerbelastung machen sich längst im Körper und in der Seele bemerkbar. 61 Prozent klagen über Müdigkeit oder Schlafstörungen, 57 Prozent fühlen sich erschöpft oder ausgebrannt. Besonders bedenklich: Mehr als jede dritte Person ringt mit einer gedrückten Stimmung, die im schlimmsten Fall in depressive Verstimmungen umschlagen kann.

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Bemerkenswert ist die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Zwar halten fast 70 Prozent der Befragten es für wichtig, langfristig etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Doch nur knapp ein Drittel nimmt sich diese Zeit auch dann, wenn der Alltag hektisch wird. Für 43 Prozent zählt gerade die fehlende Erholung zu den größten Belastungsfaktoren überhaupt.

So entsteht ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist. Wer stark unter Druck steht, zieht sich häufig zurück, weil selbst Treffen mit Freunden als zusätzliche Anstrengung empfunden werden. Dabei wirkt genau das Gegenteil entlastend: Stabile soziale Beziehungen gelten als eines der wirksamsten Mittel gegen Stress, weil sie Belastungen abfedern und die Lebensqualität spürbar heben.

Hinzu kommt ein gesellschaftliches Klima, das viele in ständiger Alarmbereitschaft hält. Krieg, Klimawandel und steigende Preise, dazu die permanente Konfrontation mit Krisenmeldungen, zehren an den Nerven. Umso wichtiger sei es, so die Krankenkasse, die eigene Widerstandskraft zu stärken – durch den regelmäßigen Austausch im Familien- und Freundeskreis oder durch professionelle Hilfe.

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Als Reaktion auf diese Entwicklung veranstaltet die KKH vom 5. bis 9. Oktober 2026 eine digitale Mental Health Week. Fünf Tage lang gibt es kostenfreien Zugang zu mehr als 40 Vorträgen, Impulsen und Mitmachangeboten rund um das psychische Wohlbefinden. Fachleute beleuchten unter anderem, wie Social Media auf die Psyche wirkt, wie sich Ängste überwinden lassen und was hinter dem Trendthema Longevity steckt. Wer einzelne Programmpunkte verpasst, kann sie im Anschluss als On-Demand-Angebot nachholen.

Darüber hinaus stellt die Krankenkasse ihren Versicherten weitere Angebote zur Verfügung, die von Kursen zur Stressbewältigung über den digitalen Präventionspartner 7Mind bis hin zu einer Online-Psychotherapie reichen. Mit rund 1,5 Millionen Versicherten zählt die KKH zu den größten bundesweiten Trägern der gesetzlichen Krankenversicherung.

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