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Der historische Marktplatz in Homburg bereitet sich auf einen Ausnahmezustand vor: Nach dem Neustart im vergangenen Jahr steht das Rosenmontagstreiben in der Altstadt vor seiner nächsten Auflage. Wo über fast zwei Jahrzehnte Stille herrschte, weht seit 2025 ein neuer, friedlicherer und vor allem karnevalistischer Wind. Mehr als 3000 Narren feierten im Vorjahr bei strahlendem Sonnenschein ein Comeback, das Mut und Lust für mehr machte. In diesem Jahr soll die Party am 16. Februar den Marktplatz erneut in eine närrische Arena verwandeln – ganz nach dem HNZ-Motto: „Nix wie druff“.

Das Programm verspricht eine Mischung aus traditioneller Fastnacht und modernen Party-Rhythmen. Den Auftakt machen ab 11 Uhr Harald Keller und Myriam Keller. Das Duo hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Besucher mit klassischen Schunklern und traditionellen Fastnachtsliedern zum Mitsingen auf den Tag einzustimmen, bevor die Homburger Narrenzunft (HNZ) unter den Klängen der Pfarrkapelle Kirrberg ihren großen Einmarsch zelebriert. Ein traditioneller Auftakt, der dem Tag seinen offiziellen Rahmen gibt. Die HNZ-Aktiven haben dabei ein Mammutprogramm hinter sich: Erst am gestrigen Samstagabend brillierte die Zunft bei der ausverkauften Prunksitzung im Saalbau, am heutigen Sonntag steht der Besuch beim Umzug in Bexbach an. Zeit zum Durchschnaufen bleibt also kaum, denn die Rosenmontagsparty bildet den nächsten Höhepunkt einer intensiven Session.

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Musikalisch schalten die Veranstalter am Nachmittag mehrere Gänge höher. Nachdem im Vorjahr Mickie Krause den Marktplatz zum Kochen brachte, übernimmt in diesem Jahr Peter Wackel das Mikrofon. Der gebürtige Steffen Peter Haas, der sonst auf den großen Urlaubsinseln für Furore sorgt, wird ab 15 Uhr auf der Bühne stehen. Mit im Gepäck hat er seine bekanntesten Gassenhauer, wobei das Partyvolk sicher textsicher in die passende Version seines Klassikers einstimmen wird: „Scheiss drauf: Fasching ist nur einmal im Jahr“. Der Erfolg des Vorjahres hat gezeigt, dass diese mitreißenden Rhythmen perfekt zum feierfreudigen Homburger Publikum passen.

Neben den großen Show-Acts sorgen die „Konsorten“ für den passenden Live-Sound und geben musikalisch Vollgas, um die Stimmung bis in die frühen Abendstunden hochzuhalten. Auch wenn es bei Peter Wackel und den Konsorten heißt „Nix wie druff“, steht das gemeinsame Feiern im Vordergrund. Die Homburger Gastronomie in der Altstadt hat sich ebenfalls gerüstet und erwartet in den Kneipen, Restaurants und Cafés einen ähnlichen Hochbetrieb wie beim Neustart vor zwölf Monaten. Die Veranstalter, unterstützt von der Stadt und der Firma Dr. Theiss Naturwaren, setzen dabei erneut auf ein friedliches Konzept, bei dem die Narretei im Vordergrund steht und polizeiliches Einschreiten – wie schon 2025 – hoffentlich nicht erforderlich sein wird.

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Für die ganz kleinen Narren endet der Fastnachtsmarathon übrigens nicht am Montagabend. Wer nach der großen Sause auf dem Marktplatz noch immer nicht genug hat, kann am Dienstag im Saalbau weiterfeiern. Dort lädt die HNZ zum Kinderfasching ein, um die Session gebührend ausklingen zu lassen. Ob sich der Marktplatz erneut mit mehreren tausend Besuchern füllt, wird auch vom Wetter abhängen. Bühne, Programm und Gastronomie sind vorbereitet. Der Rosenmontag hat in Homburg wieder seinen festen Ort – mitten in der Altstadt.

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