Tim Steinmetz gehört zu den Stammspielern und Leistungsträgern des Tabellenzehnten der Regionalliga Südwest und spielt zur Zeit im defensiven Mittelfeld. Der 25-jährige hat vor kurzem seinen auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis Juni 2027 verlängert. Foto: Hagen
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Nach dem mit einer 1:2-Niederlage beim KSV Hessen Kassel missglückten Auftakt erhofft sich der FC 08 Homburg am Samstagnachmittag im ersten Heimspiel des Jahres ab 14 Uhr gegen den Tabellenviertletzten Eintracht Frankfurt II unbedingt drei Punkte. Tim Steinmetz, der in den letzten Wochen vor der Vierer-Abwehrkette der Grün-Weißen spielt: „Ohne Wenn und Aber: wir haben etwas gut zu machen. Drei Punkte sind fest für uns im Waldstadion vorgesehen.” 

Rückblickend erklärte der 25-Jährige, dass man das Spiel in Kassel unnötig verloren habe. „Wir waren selbst schuld an den beiden Gegentoren. Wir haben nicht clever genug verteidigt, nachdem wir den Gegner über weite Strecken im Griff hatten und verdient in Führung lagen.” Sehr häufig kassiert der FC Homburg in der ersten Viertelstunde nach der Halbzeitpause Gegentore, wie auch in der 48. Minute den Treffer zur 1:2-Niederlage. „Wir haben schon sehr häufig darüber gesprochen. Aber irgendwie bekommen wir es nicht hin. In Kassel mussten wir dann einem Rückstand hinterherlaufen. Aber das 2:2 fiel nicht. Einen Punkt hätte man zumindest mitnehmen müssen.”

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Vor 14 Tagen hatte Tim Steinmetz, seit Juli 2022 bei den Grün-Weißen unter Vertrag, seinen zum Sommer auslaufenden Kontrakt vorzeitig um zwei Jahre verlängert. 94 Spiele, darunter drei DFB-Pokalspiele, hat der 1,75 große Defensivspieler für die Grün-Weißen bisher bestritten. Fast immer spielte Steinmetz in der Startelf für den FC Homburg. „Ich fühle mich sehr wohl in Homburg und hier habe ich auch noch einiges vor”, kann sich gebürtige Saarländer Steinmetz vorerst nicht vorstellen, seine Heimat zu verlassen. In Homburg geboren spielte er in seiner Jugend unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern in der U17 und später für die U19 der SV Elversberg. Im Juni 2020 wollte er beim 1. FC Nürnberg II durchstarten, mit Ziel erste Mannschaft. Der Durchbruch gelang Steinmetz dann nicht und zwei Jahre später zog es ihn zurück ins Saarland, wo er beim FC Homburg unterschrieb. 

„Das Ziel aus der Regionalliga mit dem FCH irgendwann in die Dritte Liga zu kommen ist machbar. Wir haben hier Profibedingungen und beste Voraussetzungen. Wir müssen es als Mannschaft, Team und Umfeld dann auch umsetzen.” Die laufende Saison sei irgendwie verkorkst. „In der Defensive haben wir uns zu viele Fehler geleistet und oft unnötige Punktverluste kassiert. Der Gegner macht aus wenige Aktionen einfach zu viel, wie nun auch in Kassel.” Und in der Offensive möchte es nicht so recht klappen, wie man bei der Zahl der erzielten Treffer sieht. Nur 27 Tore haben die Grün-Weißen als Tabellenzehnter auf ihrem Konto.

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Steinmetz begann beim FC Homburg eigentlich auf der rechten Außenbahn in der Viererkette. Inzwischen nimmt er eine der beiden Positionen vor der Vierer-Abwehrkette ein. Rechter Außenverteidiger oder doch einer der beiden Sechster-Positionen? Steinmetz: „Ich spiele gerne auf beiden Positionen!“ Doch welche bevorzugt er? „Ehrlich gesagt, die Position dann vor der Abwehr.” Spaß machen ihm aber beide genannten Positionen. „Wichtig ist, dass wir endlich in die Spur kommen, besonders zu Hause im Waldstadion, wo wir in dieser Saison kaum ein Spiel bisher gewannen.” Nur in vier von elf Heimspielen holte er mit dem FCH die maximale Punktzahl. Heimsieg Nummer fünf ist nun am Samstag angesagt!

Davon geht auch FCH-Trainer Roland Seitz aus, der mit Freude zur Kenntnis nahm, dass Steinmetz ihm für weitere zwei Jahre über die Saison hinaus als Spieler erhalten bleibt. „Tim ist für uns unverzichtbar. In seiner Art sich zu präsentieren, alles auf dem Platz zu geben, sich einzusetzen, auch außerhalb des Fußballsport, war es klar, dass wir einen solchen Leistungs-Spieler sehr gerne künftig bis 2027 bei uns sehen.”

Dagegen zeigt man sich beim FC Homburg mit der Art und Weise, wie sich Ranzi Ferjani bisher bei seinem neuen Verein präsentiert – der 23-jährige Verteidiger kam erst im Sommer letzten Jahres von Aue zum FC Homburg – nicht mehr einverstanden. Vorläufig wurde Ferjani aus disziplinarischen Gründen aus dem Profikader suspendiert und wird nun bei der U23 des FCH trainieren und unter Umständen auch spielen. Dieter Gerstung, der sportliche Leiter des FC Homburg, wird auf der Homepage des Vereins so zitiert: „Wir schauen genau hin, wie die Berufsauffassungen unserer Spieler sind. Wer nicht mit der richtigen Einstellung an seinen Beruf herangeht, ist beim FC Homburg künftig fehl am Platz.” Ferjani spielt beim FC Homburg schon länger keine Rolle mehr. Bereits in der Winterpause wurde ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Klappte aber nicht. Dieter Gerstung und Roland Seitz haben nun einen Schlussstrich unter das Kapitel Ferjani gezogen und ihn in die U23 des FCH verbannt.

Während Ferjani mit der FCH-Zweiten am Samstag beim SV Auersmacher ein weiteres Testspiel absolviert, möchte Roland Seitz in seinem ersten Heimspiel mit dem FCH in der Regionalliga Südwest den fünften Heimsieg einfahren. „Wie alle U23 Teams von Erstligisten hat das Nachwuchsteam mit seinen Talenten viel Qualität.” Man habe die Fehler aus dem Kasseler Spiel angesprochen. Mehr wollte der 60-Jährige dazu nicht sagen. „Das bleibt intern” Dies gilt auch bezüglich der Formation. In Kassel spielte der FCH in einem 4-2-3-1 Formation. Denkbar wäre auch ein 4-4-2. Seitz: „Das sieht man am Samstag.” 

Gleiches gilt auch für die Startelf. Mart Ristl fehlt nach seiner fünften Gelben Karte in Kassel auf jeden Fall. Amar Suljic ist weiter erkrankt. Max Dombrowka muss wegen muskulärer Probleme passen. „Ich will bezüglich Änderungen in der Startelf nichts sagen. Schließlich wollen wir dem Gegner nichts im Vorfeld schon verraten”, so Seitz auf Nachfrage ob der FCH möglich mit einer anderen Startelf gegenüber dem Spiel in Kassel antreten wird.

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