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Zur morgigen Verkehrsministerkonferenz fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die zuständigen Minister auf, die schnelle Einführung eines bundesweit gültigen 365-Euro-Klimatickets zu beschließen. Dazu gehört die vollständige Kostenübernahme von rund 4 Milliarden Euro jährlich durch den Bund. Zusätzlich brauchen Länder und Kommunen Milliardenhilfen für den längst überfälligen Ausbau des ÖPNV. Zur Gegenfinanzierung muss Finanzminister Lindner lediglich die bislang üppige Bezuschussung von Klimakiller-Dienstwagen reformieren, so die DUH.

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Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Entlastungen für Bürger und endlich Klimaschutz im Verkehr durch die Stärkung von Bus und Bahn, das ist überfällig. Dazu braucht es drei Dinge: Erstens ein Ticket mit einem attraktiven Preis von umgerechnet 29 Euro im Monat. Diskutierte Preise von bis zu 69 Euro, die teurer wären als viele heutige Abos, bringen nichts. Zweitens ein bundesweit gültiges Ticket, damit man unkompliziert unterwegs ist und das Tarifzonenwirrwarr endlich der Vergangenheit angehört. Und drittens ein besseres Angebot, das ebenfalls vom Bund finanziert werden muss, da die finanziell angeschlagenen Länder und Verkehrsverbünde es schlicht nicht leisten können. Die Menschen wollen ein günstiges und bundesweit gültiges Klimaticket, das haben die drei Monate 9-Euro-Ticket bewiesen. Es ist höchste Zeit, dass die Mitglieder der Verkehrsministerkonferenz und insbesondere Bundesverkehrsminister Wissing diesem Willen folgen. Bis dahin rufen wir alle Bürger auf, mit unserem Klimaticket-Generator selbst ein Zeichen zu setzen.”

Über www.klimaticket-generator.de können sich Bürger ein personalisiertes Ticket erstellen. Das Ticket kann als Symbol für die Forderung nach einem günstigen Klimaticket und mehr Bus und Bahn über soziale Medien geteilt oder auch ausgedruckt und vorgezeigt werden.

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Das oft in Abrede gestellte Interesse der Bevölkerung an Bus und Bahn konnte durch das 9-Euro-Ticket nachgewiesen werden. 52 Millionen Menschen haben das 9-Euro-Ticket während seiner dreimonatigen Laufzeit genutzt. Laut einer Auswertung der Verkehrsunternehmen waren 90 Prozent davon mit dem Angebot zufrieden. Damit stiegen in den drei Aktionsmonaten die Zahlen nach Angaben der Branche auf Vor-Corona-Niveau und teilweise sogar deutlich darüber hinaus. Im September fielen die Zahlen dann wieder drastisch auf ungefähr 80 Prozent des Vor-Corona-Niveaus.

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