Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas überreicht Jürgen Quint, Geschäftsführer der ZBB Saar gGmbH den Zuwendungsbescheid in Höhe von 128.000 Euro. Foto: MWIDE/C.S.
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Rund 128.000 Euro aus einem Landesförderprogramm fließen in den Saarbrücker Stadtteil Burbach, um dort ein professionelles Citymanagement aufzubauen. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid erhielt das Zentrum für Bildung und Beruf Saar (ZBB Saar) am Donnerstag, 7. Mai, aus dem Förderprogramm für Kommunen zur Stärkung des saarländischen Einzelhandels. Ziel ist es, das Stadtteilzentrum von Burbach gezielt weiterzuentwickeln – mit einer eigenen Citymanagerin, neuen Veranstaltungsformaten und einer engeren Vernetzung der lokalen Akteure.

Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas ordnete die Förderung in den größeren Kontext des Strukturwandels ein. „Burbach ist weit mehr als nur ein Stadtteil der Landeshauptstadt – hier wird Strukturwandel aktiv gestaltet“, sagte sie bei der Übergabe des Bescheids. Wo einst in der Burbacher Hütte Stahl produziert wurde, hätten sich auf den Saarterrassen inzwischen erfolgreiche Unternehmen angesiedelt. Diesen positiven Wandel wolle das Land weiter vorantreiben. „Durch bessere Vernetzung kann die neue Citymanagerin zusätzliche Impulse setzen und das Stadtteilzentrum weiter beleben“, so Yorgova-Ramanauskas.

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Für die ZBB Saar als Trägerin des Projekts bedeutet der Förderbescheid vor allem eines: eine verlässliche Grundlage, um langfristig wirksame Strukturen im Stadtteil zu schaffen. Geschäftsführer Jürgen Quint betonte, der Einzelhandel sei für Lebendigkeit, Nahversorgung und Identifikation in Burbach von zentraler Bedeutung. „Deshalb wollen wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort tragfähige Netzwerke aufbauen und Burbach nachhaltig weiterentwickeln“, erklärte er. Das Citymanagement solle lokale Händlerinnen und Händler zusammenbringen und konkrete Maßnahmen für das Zentrum anstoßen.

Auch die Landeshauptstadt Saarbrücken begrüßt das Vorhaben ausdrücklich. Wirtschaftsdezernent Tobias Raab verwies darauf, dass starke Stadtteilzentren weit über den reinen Handel hinaus wirkten. „Unsere Stadtteile profitieren auf vielfältige Weise von starken Zentren – sie ermöglichen Teilhabe, sind Herzstücke des lokalen wirtschaftlichen Lebens, der Nahversorgung und des gesellschaftlichen Miteinanders“, sagte Raab. Die Unterstützung des Landes für das ZBB sei ein wichtiger Baustein für die zukunftsorientierte Entwicklung Burbachs.

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Konkret sieht das Projektkonzept neben dem Aufbau des Citymanagements auch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und neue Veranstaltungen im Stadtteilzentrum vor. Leerstehende Ladenflächen sollen temporär als Pop-up-Stores genutzt werden, um frische Angebote in den Stadtteil zu holen und gleichzeitig potenziellen Gewerbetreibenden einen niedrigschwelligen Einstieg zu ermöglichen. Damit verbindet das Projekt wirtschaftliche Belebung mit dem Anspruch, Burbach als lebenswertes Quartier mit eigenem Profil zu stärken – ein Ansatz, der über die reine Einzelhandelsförderung deutlich hinausreicht.

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