„Wir wissen schon lange von den Gängen. Dort wurde früher Bier gelagert, da das gleichmäßige Klima beste Voraussetzungen für den Lagerungsprozess bietet“, erklärt Markus Meyer, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens. „Daher war es auch klar, dass wir dieses Projekt als Homburger Unternehmen von Anfang an begleiten wollen.“
Durch die Verbindung der ebenerdigen Ebene mit den höher liegenden Bereichen durch einen Aufzug, soll eine regelrechte „Erlebniswelt“ entstehen. Der Zugang liegt dabei auf dem Gelände des aktuellen Fasslagers in der Karlsbergstraße. So liegt es auch nahe, in den teilweise gemauerten Gängen die Geschichte der Brauerei greifbar zu machen, wie Meyer andeutet. Ein Teil der Gänge beherbergt dabei noch Überreste des geplanten Regierungsbunkers der damaligen Saar-Regierung. Bevor die Stollen aber in seinen geplanten Ausmaßen für die Bevölkerung zugänglich gemacht werden können, werden noch ein paar Jahre ins Land ziehen: allein für die Planung der ersten Maßnahmen und deren Umsetzung werden zwei bis zweieinhalb Jahre kalkuliert. Dann könnte der ebenerdige untere Bereich über die momentan in Besitz der Brauerei befindlichen Liegenschaften begehbar sein. „Wir sind noch ganz am Anfang der Planungsphase. Aber es ist uns wichtig schon jetzt die Öffentlichkeit über dieses Projekt zu informieren“, erklärt Rüdiger Schneidewind.
Am Ende könnte sich die begehbare Fläche verdoppeln und im Verbund mit den Ruinen der Höhenburg und dem historischen Marktplatz eine touristische Attraktion werden, die wieder mehr Besucher in die Kreisstadt lockt. Ziel ist auch kurzfristig schon eine Steigerung der Besucherzahlen von 20.000 Personen auf 60.000 Personen in den kommenden beiden Jahren. „Die Höhlen brauchen eine Aufwertung um zukunftsfähig zu bleiben. Zur Zeit kann man in diesem Bereich durchaus von einem Investitionsstau sprechen. Aber wenn uns dieses Projekt gelingt, ist es ein guter und wichtiger Schritt für die Stadt“, zeigt sich auch der ehrenamtliche Beigeordneter für Kultur und Tourismus, Raimund Konrad, begeistert von dem Vorhaben.
Dabei ist der Hintergrund des Projektes eher dem Zufall zu verdanken: Das Bergamt gab der Stadt den Auftrag, die elektrischen Leitungen zu überprüfen. Diese Arbeit wurde durch Manuel Diehl, zugleich Stadtratsmitglied, erledigt. Dazu musste auch die Herkunft von Kabeln geprüft werden, die ihren Ursprung in eben diesen ebenerdige Stollen haben. Diehl erkannte zugleich das Potential und informierte den Oberbürgermeister: „Als ich durch Manuel Diehl die Informationen bekam, ging ich bei meinem ersten Besuch mit wenig Erwartungen in die „neuen“ Höhlen rein. Aber jetzt muss ich sagen: ich bin begeistert.“Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
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