Symbolbild

 „Die Milcherzeugung ist nach wie vor das Rückgrat der saarländischen Landwirtschaft. 190 Familienbetriebe, das sind etwa 40 % der saarländischen Haupterwerbsbetriebe, halten durchschnittlich 70 Kühe und melken diese Tag für Tag –  auch an Sonn- und Feiertagen. Leider wird die Arbeit der Milchviehhalter nicht angemessen entlohnt“, daran erinnert Landwirtschaftsminister Reinhold Jost anlässlich des Tages der Milch am 1. Juni. Er erneuert seine Forderung, den Landwirten und ihren Produkten mehr Wertschätzung entgegenzubringen.

„Den Lebensmitteln wird nicht der Wert zugemessen, den sie verdienen. Mehr Wertschätzung für das landwirtschaftlich erzeugte Produkt bedeutet auch mehr Wertschätzung für den Produzenten. Es ist ein Unding, dass sich ein Produzent mit dem zufrieden geben muss, was ihm der Handel zugesteht“, so Jost. Trotz steigender Betriebsmittel- und Lebenshaltungskosten ist der Milchpreis in den letzten 25 Jahren nahezu konstant geblieben. Derzeit steht er bei 34 Cent je Liter. Jost: „Die Verwertung der eigenen Arbeitszeit bewegt sich im Bereich des Mindestlohnes. Der Ruf der Landwirte nach einem fairen Preis für ihr Produkt ist nachvollziehbar.“

Aufgrund der großen Arbeitsbelastung und oft schwierigen wirtschaftlichen Lage geben jedes Jahr rund 3 % der Milchviehhalter diesen Betriebszweig auf. Als Ausweg aus der unbefriedigenden Erlössituation entwickelte sich die Idee, direkt ab Hof Milch in Milchtankstellen zu vermarkten. Eine aktuelle Liste mit den Adressen der Milchtankstellen im Saarland, neben denen oft Verkaufsautomaten für Eier, Käse und Wurstprodukte stehen, kann man bei der Landwirtschaftskammer abrufen unter www.lwk-saarland.de

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