Foto: Landtag des Saarlandes
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Politische Zusammenhänge durchdringen, gegensätzliche Interessen gegeneinander abwägen und am Ende ein eigenes, gut begründetes Urteil fällen: Genau darin haben sich drei junge Frauen im Leistungskurs Politik als herausragend erwiesen. Valentina Wolff, Emily Becker und Sofia Knerr wurden im Landtag des Saarlandes für das beste Politikabitur des Jahres 2026 geehrt.

Die Auszeichnung überreichten Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Landtagspräsidentin Heike Winzent. Für die Ministerin ist der Preis weit mehr als eine Notenbestätigung. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Streichert-Clivot. „Sie braucht Menschen, die Fakten von Behauptungen unterscheiden, Widerspruch aushalten, sich ein eigenes Urteil bilden und Verantwortung übernehmen.“

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Gerade in einer Zeit, in der Desinformation kursiere und die Gesellschaft zunehmend polarisiert sei, hält sie politische Bildung für unverzichtbar. Sie stärke junge Menschen darin, sich einzumischen und ihre Interessen zu vertreten. Ihren Glückwunsch verband die Ministerin mit einem Wunsch: dass die drei Preisträgerinnen ihre Stimme auch in Zukunft nutzen, um Gesellschaft und Demokratie aktiv mitzugestalten.

Die Platzierungen lagen dicht beieinander. Den ersten Rang sicherte sich Valentina Wolff vom Gymnasium am Stadtgarten in Saarlouis mit 86,5 von 90 möglichen Bewertungseinheiten. Nur knapp dahinter folgt Emily Becker vom Hochwaldgymnasium Wadern mit 86 Punkten. Den dritten Platz belegte Sofia Knerr vom Saarpfalz-Gymnasium Homburg mit 85,5 Bewertungseinheiten.

Inhaltlich hatten es die Prüfungsaufgaben in sich. Die Schülerinnen setzten sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Fragen auseinander, vom Rentensystem über den demografischen Wandel bis hin zur Wirtschafts- und Sozialpolitik und der Debatte um den Mindestlohn. Neben fundiertem Fachwissen war vor allem gefragt, verschiedene Positionen abzuwägen und zu einem eigenständigen Urteil zu gelangen.

Bemerkenswert ist die Konstanz der Leistungen. Alle drei Abiturientinnen erreichten nicht nur in der schriftlichen Prüfung die volle Punktzahl von 15 Punkten, sondern hielten diese Bestnote durchgehend über alle vier Halbjahre des Leistungskurses.

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Landtagspräsidentin Winzent hob die grundsätzliche Bedeutung der Ehrung hervor. Der Preis würdige nicht nur individuelle Spitzenleistungen, sondern unterstreiche den Wert der Demokratiebildung insgesamt. „Wer unser politisches System versteht und den Wert der Demokratie schätzt, zeigt auch eine erhöhte Bereitschaft, unsere Demokratie zu schützen und weiterzuentwickeln“, so Winzent.

Die Auszeichnung „Bestes Politikabitur“ geht an jene Abiturientinnen und Abiturienten, die im Leistungskurs Politik die besten Ergebnisse erzielen. Grundlage sind sowohl die schriftliche Abiturprüfung als auch die Leistungen in den vier Halbjahren des Kurses. Politische Bildung, so der Grundgedanke dahinter, soll junge Menschen befähigen, gesellschaftliche Prozesse zu verstehen, Informationen kritisch einzuordnen und selbstständig zu urteilen. Damit legt sie das Fundament für politische Mündigkeit und eine lebendige demokratische Kultur.

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