Gruppenfoto (v.ln.r.): Walter Schmidt, Julia von Oetinger-Witte, Sabine Meier, Peter Strobel, Ulli Meyer Quelle: MFE

Am Freitag (23.11.2018) unterzeichneten Minister Peter Strobel und Staatssekretär Ulli Meyer gemeinsam mit den Interessenvertretungen das Übereinkommen zum Pilotprojekt „Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Veranlagung (EdA)“ sowie die Vereinbarung zur Fortentwicklung des Übereinkommens „Finanzamt 2020“.

Finanzminister Peter Strobel zeigte sich angesichts der Unterzeichnung erfreut: „Mit dem Pilotprojekt EdA haben wir gemeinsam mit den Interessensvertretungen ein gutes Zukunftsprojekt auf die Beine gestellt. EdA zeigt: Die Finanzverwaltung kann auch ‚digital‘.“ Im Rahmen des Projektes wird im Finanzamt Homburg Außenstelle St. Ingbert ein „digitales Pilot-Finanzamt“ eingerichtet. Es soll als Vorreiter für eine effiziente, bürgerorientierte und mitarbeiterfreundliche Finanzverwaltung vorangehen. Ziel ist es, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Geschäftsprozessorganisation zu modernisieren.

„Unser Ziel ist es, schneller und kundenfreundlicher zu sein. Deshalb wird EdA für die Bürgerinnen und Bürger einen ganz klaren Nutzen haben: Sie erhalten schneller ihre Erstattungen als vorher und wir erhöhen vor Ort das Serviceangebot, insbesondere bei Fragen rund um die digitale Steuererklärung und ELSTER“, erklärte Finanzminister Strobel. Er fügte an: „Darüber hinaus profitieren natürlich auch unsere Mitarbeiter davon. Ihnen bieten wir moderne Arbeitsplätze, eine gesteigerte Teamarbeit und einen attraktiven Arbeitsplatz gerade für IT-interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Die saarländische Finanzverwaltung hat strukturelle Umsetzungsstrategien entwickelt, die in der digitalen Pilotdienststelle im Finanzamt St. Ingbert getestet werden. Wesentliche Elemente sind die Konzentration personeller Prüfungen bei definierten Risikosachverhalten sowie eine signifikante Erhöhung der Autofallquote im vollmaschinellen Workflow, also einer digitalen Gesamtfallbearbeitung.

Mit dem ‚digitalen Finanzamt‘ wolle man die Chancen der Digitalisierung für eine moderne, leistungsfähige und bürgernahe saarländische Finanzverwaltung nutzen. Zudem habe man sich mit den Interessensvertretungen darauf geeinigt, während der Pilotphase (Ende 31.12.2020) neue Organisations- und Arbeitsbedingungen für die Bediensteten zu testen. Dazu zähle beispielsweise die Erweiterung der alternierenden Telearbeit, wodurch Bedienstete verstärkt von zu Hause aus arbeiten können und dadurch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erzielen können oder eine Verstärkung der Teamarbeit mit punktuell höherwertigen Dienstposten.

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