Nur so könne die Abdeckung des Fachkräftebedarfs in diesem Bereich auch in Zukunft gesichert sein und die Pflege tatsächlich zum Jobmotor werden. Aktuell leide die Branche unter Personalknappheit und Arbeitsdruck. In der ambulanten Pflege sei zudem der Minijobanteil sehr hoch. Aktuell beträgt er gut 29 Prozent.
„In der aktuellen Koalitionsvereinbarung wird insbesondere auf die Förderung des Gesundheitstourismus – also des „zweiten Gesundheitsmarktes“ gesetzt. Zwar gewinnt dieser an Gewicht, dennoch hat der Kern des klassischen Gesundheitswesens – also Leistungsanbieter wie Krankenhäuser oder Pflegedienste und -einrichtungen – die größte Bedeutung für die Beschäftigung“, stellt Caspar fest.
Der „zweite Markt“ stelle im Saarland nur acht Prozent der Arbeitsplätze in der Gesundheitswirtschaft. Auch sind Minijobs dort stark verbreitet. „Strategien zur wirtschaftspolitischen Förderung des zweiten Gesundheitsmarktes müssen dessen Potenziale realistisch einschätzen, dessen Beschäftigungsqualität auf Kriterien Guter Arbeit prüfen und die Arbeitnehmerseite beteiligen“, so Caspar.

















