Symbolbild

Mit Empörung hat der saarländische Verbraucherschutzminister Reinhold Jost auf die Volkswagen-Mitteilung reagiert, in der der VW-Vorstand vor einer Nachrüstung von Diesel-Pkw durch Drittanbieter warnt. Das Wolfsburger Unternehmen stellt sich zudem gegen eine Zusammenarbeit mit den Anbietern von Nachrüst-Systemen, weigert sich etwa, technische Daten weiterzugeben.

„Die Autobauer stehen schon längst in der Pflicht, tatkräftig und  konstruktiv an Lösungsangeboten für die betrogenen Diesel-Käufer zu arbeiten. Das haben sie bisher leider nicht getan. Dass aber ein Autokonzern, der zunächst die Verbraucherinnen und Verbraucher hinters Licht geführt hat, sich jetzt auch noch jeder Lösung des Problems, das er mitverursacht hat, in den Weg stellt, setzt dem Ganzen die Krone auf“, so Jost.

Das Ziel, das der VW-Vorstand mit dieser Haltung verfolge, sei wohl klar: „Diesel-Besitzer sollen verunsichert und davon abgehalten werden, ihre Autos auf Kosten der Unternehmen nachrüsten zu lassen.“ Jost erwartet nun von der Bundesregierung, „dass sie nicht klein bei gibt, sondern mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für die Nachrüstungen der Diesel-Fahrzeuge sorgt“.

Der Minister erinnert in diesem Zusammenhang erneut an die Möglichkeit für enttäuschte Autokäufer, über eine Musterfeststellungsklage ihr Recht einzufordern.

Vorheriger ArtikelSaarland | Bundespräsident Steinmeier ehrt saarländische Bürger in Schloss Bellevue
Nächster ArtikelSaarland | Neuer Professor für Bioinformatik an der Universität

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.