Wie haben Frauen im Saarpfalz-Kreis vor 100 oder 200 Jahren gelebt, gearbeitet und ihren Alltag organisiert? Antworten auf solche Fragen will ein Workshop liefern, zu dem das Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises Anfang März einlädt. Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Forschung mit einem praktischen Blick in historische Quellen und richtet sich ausdrücklich an alle, die sich für regionale Geschichte interessieren.
Der Workshop „Spurensuche: Frauen in der Geschichte des Saarpfalz-Kreises“ findet am Sonntag, 1. März, von 10 bis 16 Uhr statt. Organisiert wird er vom Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises im Rahmen des LEADER-Projekts „Frauenspuren im Saarpfalz-Kreis“ in Kooperation mit den „Historisch orientierten Kulturwissenschaften“ der Universität des Saarlandes. Ziel ist es, die Lebenswege historischer Frauen aus der Region sichtbarer zu machen und die Methoden der Frauengeschichtsforschung nachvollziehbar zu machen.
Den inhaltlichen Grundstein legte eine Lehrveranstaltung an der Universität des Saarlandes. Dort hat Projektkoordinatorin Helen Tepper gemeinsam mit Studierenden zunächst Biographien von Frauen aus dem Saarpfalz-Kreis erarbeitet. Aus dieser Seminararbeit entstand anschließend ein Workshop-Konzept, das nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird und einen Einblick „hinter die Kulissen“ wissenschaftlicher Arbeit zur regionalen Frauengeschichte geben soll.
Beim Workshop am 1. März übernehmen die Studierenden den Einstieg und spannen den Bogen zwischen historischen und aktuellen Perspektiven. Ergänzt wird das Programm durch vier Fachleute aus dem Kreis, die unterschiedliche Epochen und Themen abdecken: Gunter Altenkirch vom Museum für dörfliche Alltagskultur, Dr. Katja Grüneberg-Wehner von der Burg Kirkel, Dr. Jutta Schwan vom Kulturmanagement des Saarpfalz-Kreises sowie Jason Tregellis vom Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim bringen ihre jeweiligen Schwerpunkte und ihr Wissen zur Geschichte des Saarpfalz-Kreises ein.
Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit Originalquellen in Kleingruppen. Die Teilnehmenden beschäftigen sich anhand ausgewählter Beispiele mit der Lebensrealität historischer Frauen und versuchen nachzuvollziehen, wie diese ihren Alltag gestalteten. Unterstützt werden sie dabei von den Expertinnen und Experten sowie den Studierenden. Am Ende des Tages soll der Blick in die Vergangenheit in einer von den Teilnehmenden gestalteten „Postkarte aus der Vergangenheit“ münden, in der die gewonnenen Eindrücke kreativ festgehalten werden.
Für eine Pause zwischendurch ist ebenfalls gesorgt: In der Mittagspause wird ein kostenfreier vegetarischer Imbiss angeboten, der auch Raum für informelle Gespräche und Austausch bietet. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist jedoch notwendig, da die Zahl der Plätze begrenzt ist.
Weitere Informationen und Anmeldungen nimmt das Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises entgegen. Die Kontaktstelle befindet sich am Scheffelplatz 1 in Homburg und ist telefonisch unter (06841) 104-7138 oder per E-Mail an frauenbuero@saarpfalz-kreis.de erreichbar.























