Namen wie Sofie Dawo, Hilde Mertz oder Dorothea Zech dürften selbst manch kunstinteressiertem Menschen im Saarpfalz-Kreis wenig sagen. Dabei verbergen sich hinter diesen Namen bemerkenswerte Künstlerinnen, deren Werke und Lebenswege lange im Verborgenen blieben. Ein Vortragsabend in Kirkel will das nun ändern.
Am Donnerstag, dem 29. Oktober, lädt das LEADER-Projekt „Frauenspuren im Saarpfalz-Kreis“ gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung Saarpfalz und der ökumenischen Frauengruppe Kirkel ab 19 Uhr ins Jochen-Klepper-Haus in Kirkel-Neuhäusel ein. Veranstaltungsort ist die Triftstraße 8a. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Vortrag der Kunsthistorikerin Dr. Jutta Schwan.
Schwan nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Entdeckungsreise zu Künstlerinnen, die einen Bezug zur Region haben. Sie stellt deren Werke vor und erzählt die oft außergewöhnlichen Geschichten hinter den Namen. Neben Dawo, Mertz und Zech geht es unter anderem auch um Elisabeth Koelle-Karmann, Madeleine Mangold, Roswitha Naßhan-Weber und Len Trossen.
Dass diese Frauen heute kaum bekannt sind, hat verschiedene Ursachen. Viele entstammten einer Generation, in der Frauen der Zugang zu einer künstlerischen Ausbildung systematisch erschwert wurde. Andere arbeiteten in Kunstformen, die bis heute zu Unrecht ein Schattendasein führen, etwa der Paramentenstickerei. Und nicht wenige standen als Ehefrauen berühmter Künstler im Schatten ihrer Männer, ohne daraus hervortreten zu können.
Genau diese verschütteten Biografien will der Abend ans Licht holen. Er versteht sich zugleich als Einladung zur Spurensuche, denn die Arbeiten dieser Frauen sind an Orten zu finden, die einen Besuch durchaus lohnen. So stammt etwa der Entwurf des Altarmosaiks in der Kirche Maria vom Frieden von Helene Trossen.
Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Wer dabei sein möchte, meldet sich per E-Mail unter keb-saarpfalz@bistum-speyer.de an.




















