Der Tag der Deutschen Einheit soll für Homburger Bürgerinnen und Bürger im kommenden Jahr mehr sein als ein freier Tag im Kalender. Vom 3. bis zum 6. Oktober 2026 lädt Simone Lukas, ehrenamtliche Verantwortliche für die Städtepartnerschaften Homburgs, zu einer Austauschfahrt in die Thüringer Partnerstadt Ilmenau ein. Das Motto verbindet zwei Anliegen miteinander: die Wiedervereinigung erlebbar zu machen und zugleich beim Kampf gegen den Borkenkäfer im Thüringer Wald anzupacken.
Die Reise startet am 3. Oktober um 6 Uhr am Homburger Forum. Auf der Hinfahrt ist ein Zwischenstopp in Eisenach vorgesehen, wo je nach Interesse das Bachhaus, das Lutherhaus oder die Wartburg locken. Am späteren Nachmittag soll die Gruppe Ilmenau erreichen, die Innenstadt kennenlernen und den Feiertagsabend gemeinsam mit Ilmenauer Freunden bei Tisch verbringen.
Ein zentrales Anliegen der Fahrt richtet sich ausdrücklich an junge Menschen, Jugendbeiräte und Umweltfreunde. Der Thüringer Wald leidet massiv unter dem Schädlingsbefall, ganze Flächen mussten abgeholzt werden. „Idee ist somit, bei der Wiederaufholzung zu unterstützen und entsprechend Setzlinge mitzubringen, zu sponsoren, selbst einzupflanzen“, so Lukas. Wer helfen möchte, kann dies durch finanzielle Unterstützung, eigene Setzlinge oder passende Kontakte tun. Die gewünschten Baumsorten gibt die Organisatorin auf Nachfrage durch.

Das übrige Programm bleibt bewusst offen und richtet sich nach den Wünschen der Teilnehmenden. Für Sonntag ist eine kulinarische Wanderung in der Umgebung angedacht, wobei der Rennsteig besonders Sportler und Wanderer reizt. Am Montag ergänzt der Autor Martin Strauch das Programm literarisch, etwa im Goethemuseum Stützerbachthal, außerdem lädt die Glaswelt im nahen Lauscha mit ihren mundgeblasenen Weihnachtskugeln zum Staunen ein. Auf der Rückfahrt am Dienstag stehen Erfurt oder das Schloss Friedenstein in Gotha zur Wahl.
Wer sich für Technik und Wissenschaft interessiert, kommt am Campus der TU Ilmenau auf seine Kosten. Neben klassisch technischen Bereichen bietet die Universität Fachrichtungen wie Medienwissenschaft, Informatik und Mikrotechnologie, die auch für die Medizintechnik bedeutsam sind. Darin sieht Lukas Parallelen zur Homburger Universität. Für Aktive gibt es zudem eine Sommerrodelbahn, Mountainbikestrecken, ein Freibad sowie Wandervereine.
Die Kosten hängen stark von der Teilnehmerzahl ab. Bei rund 20 Personen liegen die Fahrtkosten samt Exkursionen bei maximal 150 Euro. Für die Unterkunft stehen mehrere Hotels zur Wahl, das Einzelzimmer schlägt mit etwa 95 Euro zu Buche, das Doppelzimmer mit rund 115 Euro. In der Jugendherberge sind je nach Belegung 40 bis 50 Euro mit Frühstück fällig. Kinder und Jugendliche werden zusätzlich gefördert, und über die Städtepartnerschaft beteiligt sich die Stadt Homburg an den Fahrtkosten.

Interessierte können ihre Wünsche und Ideen vorab einreichen, damit das Programm entsprechend geplant werden kann. Anmeldezettel liegen seit dem 21. August 2026 in der Homburger Touristeninformation am Mannlichkreisel bereit oder werden auf Anfrage zugesandt. Fragen und Anmeldungen nimmt Simone Lukas per E-Mail unter sim.lukas@web.de entgegen, Rückmeldungen sollten bis zum 30. August 2026 erfolgen.




















