Die Homburger Altstadt ist bekannt für seine vielen inhabergeführten Fachgeschäfte. Eines von ihnen, „Manuela´s Modelounge“, feiert in diesen Tagen den dritten Geburtstag. Wir haben uns mit Besitzerin Manuela Brengel getroffen und mit ihr über das Konzept und ihre Mode gesprochen.

HOMBURG1: Hallo Manuela, drei Jahre Modelounge liegen hinter dir. Drei spannende Jahre, in denen du dir einen Traum erfüllt hast. Erzähl mal, wie kam es dazu?

Manuela Brengel: Ich war 37 Jahre im Finanzwesen tätig und hatte dann irgendwann Lust etwas Neues zu machen. Mode war schon immer ein großes Hobby von mir und daher wußte ich ganz genau was ich wollte. Auch dass der Laden in Marktplatznähe sein sollte war für mich klar. Nach vielen Wochen des Suchens, bin ich dann fündig geworden und habe ohne zu zögern zugeschlagen. Damals war hier alles ganz roh und sah schlimm aus. Ich habe dann innerhalb von nur vier Wochen den ganzen Laden von Grund auf erneuert und eingerichtet.

HOMBURG1: Woher kommt deine Vorliebe für Mode und wie hat sich dieser weiterentwickelt?

Manuela Brengel: Ich wurde schon immer von Freunden gefragt ob ich mit ihnen zum Einkaufen gehe weil sie von mir wissen, dass ich einen intensiven Faible für Mode und Kleidung habe. Daher hatte ich schon immer im Hinterkopf einmal etwas in diese Richtung in meinem Leben zu machen, es liegt mir halt einfach. In meinem Laden sollte es Mode geben, die es in Homburg noch nicht gibt und ich habe von Anfang an großen Wert auf eine Inneneinrichtung gelegt, die aus dem üblichen Rahmen fällt.

HOMBURG1: Der „Kampf“ zwischen kleineren Geschäften und den großen Playern, wie siehst du den?

Manuela Brengel: Ich habe die großen Player schon immer als Vorteil gesehen. Dadurch wußte ich persönlich genau was in Homburg und Umgebung alles angeboten wird. Meine italienische Richtung gab es in dieser Art noch nicht. Ein ganz großer Vorteil gegenüber den Großen ist die direkte Kundenbindung und der Service vor Ort, den ich biete. Ich habe zu meinen Kunden ein sehr persönliches Verhältnis, das ich auch von Anfang an so aufgebaut habe. Außerdem ist es ja so, daß der Kunde bei mir genau das findet, was er bei den Großen eben nicht findet.

HOMBURG1: Woher kommen die Trends, die du hier anbietest, wie kann man sich die Vorarbeit vorstellen bis die Ware im Laden hängt?

Manuela Brengel: Ich fahre in der Regel alle 14 Tage in die Richtung Frankfurt, Eschborn, Dreieich, Neuss, Köln, Düsseldorf oder auch nach Holland, je nach­dem was ich genau möchte. Ich bin mit vielen Menschen in Kontakt, lerne auf Messen auch viele Händler kennen. Ich kaufe wirklich nur Sachen ein, die ich selbst mag und von denen ich weiß, dass sie zu meiner Kundschaft passen. Manchmal kaufe ich auch ganz gezielt ein wenn Kunden bestimmte Vorstellungen haben. Bei mir gibt es natürlich auch Saisonware aber genauso gibt es viele Sachen, die man das ganze Jahr über tragen kann. Ich kaufe insgesamt nur nach Bedarf ein und habe auch kein Lager. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass Kunden dauernd neue Dinge bei mir entdecken und gerne öfter vorbeikommen.

HOMBURG1: Wer sind denn deine Kunden, wen sprichst du mit deinem Konzept an?

Manuela Brengel: Ich habe wirklich Kunden von jung bis alt. Meine älteste Kunden ist 84 und ich biete Kleidung in den Größen 34 bis 50 an. Mein Kundestamm geht mittlerweile weit über Homburg hinaus. Ich habe beispielsweise Kunden aus Speyer, die extra vorher anrufen und Bescheid sagen wenn sie vorbeikommen. Aus dem ganzen Saarland und auch der Pfalz kommen Menschen regelmässig zu mir. Ich verschicke auch manchmal Ware an Kunden, da waren sogar schon Päckchen nach Österreich dabei.

HOMBURG1: Welche Resonanz hast du in den letzten Jahren erfahren?

Manuela Brengel: Ich habe wirklich sehr dankbare Kunden. Das sind Menschen, die meinen Laden und mein Konzept einfach lieben, manche kommen einfach vorbei und bringen mir mal einen selbstgebackenen Kuchen oder eine Flasche Sekt vorbei. Das ist schon etwas Besonderes.

HOMBURG1: Du hast gerade ein wenig umgebaut bei dir, was hast du verändert?

Manuela Brengel: Ich habe den Eingangsbereich neu gestaltet damit ich ihn immer saisonbedingt nach meinen Vorstellungen umdekorieren kann. Im hintern Bereich wollte ich die ganze Zeit schon eine italienische Ecke inklusive Kopfsteinplaster mit dem Schild „Homburger Altstadt“. Hier kann sich der Kunde auch mal während dem Einkauf hinsetzen und einen Kaffee trinken.

HOMBURG1: Oft wird in Homburg gemeckert, dass es angeblich nicht genug Auswahl an Geschäften gäbe, wie siehst du das?

Manuela Brengel: Ich empfinde das überhaupt nicht so. Als Beispiel: Gerade diese Woche war eine Kunden bei mir, die meinte wie toll sie es findet in Homburg einkaufen zu gehen und dass es bei uns soviel mehr Auswahl gibt als in vielen umliegenden Städten. Ich gebe ihr da Recht. Nirgends im Umkreis findet man so viele inhabergeführte Geschäfte wie in Homburg, das macht uns Besonders, gerade wegem dem Service und der qualifizierten Beratung.

HOMBURG1: Welche Ziele hast du noch?

Manuela Brengel: Angekommen bin ich wohl noch nicht denn es geht immer noch besser. Ein Traum wäre es irgendwann noch eine Zweigstelle zu eröffnen. Ich möchte weiterhin kontinuierlich meine Anzahl an Stammkunden erweitern und ich werde immer weiter an Ideen für den Laden basteln und für Abwechselung sorgen.

HOMBURG1: Morgen, am Samstag, ist bei dir dann Geburtstagsfeier angesagt, wann geht es los?

Manuela Brengel: Alle Freunde und Kunden sind herzlich eingeladen morgen bei mir vorbeizukommen und ich freue mich auf viele tolle Gespräche. Als Dankeschön für die drei Jahre, gibt es 20% auf Kleidung. Fürs leibliche Wohl ist bestens gesorgt und es wird eine Tombola geben. Ab 10:00 Uhr geht es los in der Saarbrücker Straße in der schönen Homburger Altstadt.

HOMBURG1: Danke für deine Zeit und weiterhin noch viel Erfolg.

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