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Kinderchor, Irish Folk, selbstgenähte Geschenke und viele Gäste: Im Haus der Begegnung in Erbach wurde am Freitag ein Nachmittag gefeiert, der ziemlich genau zeigte, wofür die Einrichtung steht. Menschen verschiedener Generationen kamen zusammen, Ehrenamtliche wurden gewürdigt und auch die Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus in Zweibrücken rückte in den Mittelpunkt.

Dass das Haus der Begegnung an diesem Nachmittag gut gefüllt war, überraschte Philipp Scheidweiler wenig. Der hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Homburg kennt die Einrichtung und ihre Bedeutung für Erbach. „Die Hütte ist voll. Das ist aber auch nicht nur heute der Fall, sondern regelmäßig hier im Haus der Begegnung“, sagte Scheidweiler in seiner Begrüßung. Für Erbach sei das Haus „eine ganz, ganz bedeutende Einrichtung“ und ein wichtiger Ort, an dem Menschen zusammenkommen und sich austauschen können.

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Den musikalischen Auftakt machte der Kinderchor des protestantischen Albert-Schweitzer-Kinderhauses. Schon Scheidweiler griff den Auftritt in seiner Rede auf: „Liebe Kinder, das habt ihr sehr, sehr schön gemacht.“ Eröffnet worden war der Nachmittag zuvor von Salvatore Frasca, Direktor AWO Familie. Anschließend folgte ein Programm, das Musik, Begegnung und die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser miteinander verband.

Ein besonderer Moment war die Geschenkübergabe zwischen den Mehrgenerationenhäusern Homburg und Zweibrücken. Dafür waren in den Wochen zuvor unter anderem Taschen mit dem Logo des Mehrgenerationenhauses genäht worden. Eine Beteiligte berichtete, dass daran über mehrere Wochen hinweg zahlreiche Frauen mitgearbeitet hätten.

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Scheidweiler nutzte seinen Besuch vor allem dazu, den vielen Ehrenamtlichen zu danken. Besonders hob er Patricia Delu hervor. „Frau Delu ist hier aus dem Haus der Begegnung nicht wegzudenken. Da laufen alle Fäden zusammen“, sagte er. Gemeinsam mit einem großen ehrenamtlichen Team bringe sie „Leben in die Bude“.

„Da laufen alle Fäden zusammen“

Damit sprach Scheidweiler zugleich ein Thema an, das an diesem Nachmittag immer wieder eine Rolle spielte: Ohne Menschen, die Zeit investieren und Verantwortung übernehmen, wäre ein Angebot wie das Haus der Begegnung kaum denkbar. „Vielen Dank für alle, die sich hier im Haus der Begegnung ehrenamtlich engagieren. Ohne Sie wäre das hier nicht vorstellbar“, sagte Scheidweiler. Gleichzeitig verwies er darauf, dass ehrenamtliches Engagement vielerorts zurückgehe und häufig dieselben Schlüsselpersonen Vereine und Einrichtungen zusammenhielten.

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Markus Uhl: „Der zentrale Treffpunkt hier in Erbach“

Wie intensiv das Haus genutzt wird, machte später Ortsvorsteher Markus Uhl deutlich. Nach seinen Angaben kommen jährlich fast 40.000 Besucher in die Einrichtung, mehr als 60 Ehrenamtliche wirken bei den unterschiedlichsten Angeboten mit. Das Spektrum reicht vom regelmäßigen Mittagessen über Kulturveranstaltungen und Ausstellungen bis zu Musik- und Spieleabenden.

„Man kann gar nicht alles aufführen, was hier stattfindet“, sagte Uhl. Das Haus sei „im wahrsten Sinne des Wortes ein Mehrgenerationenhaus“ und für ihn „der zentrale Treffpunkt hier in Erbach“. Auch die Verbindung nach Zweibrücken hob er hervor. Die Zusammenarbeit der beiden Mehrgenerationenhäuser sei eine „gute Achse“, sagte Uhl. „Kooperation ist das Stichwort. Gemeinsam ist man stärker.“

Unterstützung auch für die Zukunft zugesagt

Neben der Stadt sicherte auch der Saarpfalz-Kreis seine weitere Unterstützung zu. Landrat Frank John erklärte, der Kreis begleite nicht nur Veranstaltungen im Haus der Begegnung, sondern auch Aktionen und Projekte. „Und das werden wir auch weiterhin tun“, sagte John.

Ähnlich äußerte sich Scheidweiler für die Stadt Homburg. Das Haus habe nicht nur für Erbach, sondern für die gesamte Stadt einen hohen Stellenwert. Deshalb werde Homburg die Arbeit dort auch weiterhin unterstützen. Uhl wiederum sprach sich dafür aus, die Förderung der Mehrgenerationenhäuser fortzuführen. Gerade in Erbach werde dort wichtige Arbeit für das Gemeinwesen geleistet.

Irish Folk zum Abschluss

Dass es an diesem Nachmittag nicht nur um Grußworte und Unterstützungserklärungen ging, zeigte spätestens der Auftritt von Slievemore. Die Band sorgte mit Irish Folk für den musikalischen Abschluss des Programms. Zuvor hatten bereits der Kinderchor, die Geschenkübergabe und zahlreiche Gespräche im voll besetzten Haus dafür gesorgt, dass der Nachmittag ziemlich genau das widerspiegelte, wofür die Einrichtung im Alltag steht: Menschen zusammenzubringen.

Oder, wie Markus Uhl es formulierte: „Der zentrale Treffpunkt hier in Erbach.“

Alle Bilder: Friedel Simon

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